Köpfe & Positionen

"Warum sollte es Axa eigentlich geben?"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Seit einem Jahr steht Alexander Vollert an der Spitze der Axa Deutschland. Seitdem setzt er vor allem auf weniger Hierarchie, offene Arbeitszonen, kreatives Denken. "Im Kern haben wir uns die Frage gestellt: Warum sollte es Axa eigentlich geben?", begründet Vollert seinen Kurs im Interview mit dem Handelsblatt. Dabei spielen "junge Talente" eine wesentliche Rolle, wie der Axa-Chef jüngst in der Versicherungswirtschaft betont.
"Wenn der auf die Frage, ob wir ihm Sicherheit gegeben haben, die Antwort 'Ja' gäbe, dann hätten wir einen großen Weg des Veränderungsprozesses hinter uns gebracht. Unser Anspruch ist dabei, Vorreiter zu sein", fordert Vollert gegenüber dem Handelsblatt. Ein wesentlicher Bestandteil seiner Modernisierungsstrategie sind die neuen Arbeitswelten unter dem Titel "New Way of Working". So will die Axa nach Vollerts Worten "allein in den Umbau aller Deutschland-Standorte einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag" investieren.
"Diese Investition sehe ich als eine Investition in die Zukunft, denn neben neuen Formen der Zusammenarbeit ermöglicht der Umbau auch eine effizientere Nutzung der Büroflächen. Wir haben große Töpfe zurückgestellt für die Themen Aus-und Weiterbildung sowie für die neuen Arbeitsplätze, zum anderen für alles, was mit der Digitalisierung zusammenhängt. Insgesamt sind es allein in Deutschland 600 Mio. Euro über vier Jahre, die wir die in die digitale Transformation des Konzerns investieren", konstatiert Vollert.
Dabei spielt für Vollert auch der Grundsatz der Chancengleichheit eine wesentliche Rolle. "Wir legen großen Wert darauf, dass jeder dieselben Karrierechancen hat, unabhängig vom Geschlecht - auch in Führungspositionen. Wegbereiter sind Initiativen wie unser internes Frauennetzwerk mit derzeit 262 Mitgliedern, bestehend aus weiblichen Führungskräften und Talenten. Chancengleichheit bleibt weiterhin wichtig, schließlich sind 53 Prozent aller Mitarbeiter von Axa Deutschland weiblich", ergänzt Vollert im Exklusiv-Interview mit der Versicherungswirtschaft. (vwh/td)
Bild: Alexander Vollert (Quelle: Axa)
Axa · Alexander Vollert
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