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R+V schließt Run-off aus

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die R+V Versicherung schließt einen Verkauf ihrer Lebensversicherungsbestände definitiv aus. "Dies ist für uns absolut kein Thema", betonte Frank-Henning Florian, Vorstandschef der R+V Lebensversicherung gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Auch die Übernahme von Beständen anderer Versicherer sei ebenfalls ausgeschlossen. "Das ist für uns kein Thema. Wir möchten solche Altbestände nicht übernehmen."
Damit reagiert der Versicherer auf die jüngsten Entscheidungen der Ergo und der Generali, sich von ihren Lebensversicherungsbeständen zu trennen. Die R+V Gruppe verwaltet derzeit in der Geschäftssparte Leben/Pension rund 6,1 Millionen Verträge. Größte Einzelgesellschaft ist dabei die R+V Lebensversicherung AG mit 4,3 Millionen Verträgen sowie Beitragseinnahmen von 5,1 Mrd. Euro. Die Prämieneinnahmen in dieser Sparte lagen im vergangenen Jahr bei rund 7,6 Mrd. Euro.
Mit ihrer Entscheidung steht die R+V damit in einer Linie mit der Allianz, die ebenfalls einen Run-off ausgeschlossen haben. "Wir möchten weiter Kunden gewinnen, nicht loswerden – gewinnen für die Allianz als starken Partner, für die private Altersvorsorge, für die Absicherung von Lebensrisiken", betont Markus Faulhaber, Vorstandsvorsitzender der Allianz Lebensversicherungs-AG. Zudem sei eine Lebens- und Rentenversicherung "ein langfristiger Vertrag zwischen Versicherer und Kunde und basiert auf Vertrauen. Unsere Kunden müssen wissen, dass sie sich auf uns verlassen können – heute und in Zukunft", ergänzte der Allianz-Manager.
Auch Talanx-Chef Herbert K. Haas will nicht dem Vorbild der Ergo und Generali folgen und seine Lebenbestände abwickeln. "Wir werden keine Bestände in die Abwicklung schicken – weder konzernintern noch -extern durch Verkauf an andere", betonte der Vorstandsvorsitzende des Hannoveraner Versicherers jüngst in einem Interview mit der Euro am Sonntag.
Darüber hinaus hatte die Nürnberger vor wenigen Tagen betont, dass ein Run-off "nicht in Frage" komme. "Die Nürnberger Lebensversicherung (NLV), die rund drei Millionen Verträge im Bestand hat, steht zu ihrer Verantwortung gegenüber Kunden und Maklern. Deshalb kommt ein Run-off für die NLV nicht in Frage. Sie kann dieses Versprechen geben, weil sie ihre Geschäftspolitik unabhängig von ausländischen Großkonzernen gestalten kann", konstatierte Armin Zitzmann, Vorstandsvorsitzender der Nürnberger, in einer Stellungnahme. (vwh/td)
Bildquelle: R+V
R+V · Lebensversicherer · Run-off
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