Köpfe & Positionen

Viridium-Chef: Run-off ist kein "Scheckbuch-Business"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Mit dem geplanten Verkauf ihrer Lebenbestände haben die Ergo und die Generali jüngst für erhebliches Aufsehen in der Branche gesorgt. Heinz-Peter Roß, Vorstandschef von Viridum, sieht sich hingegen noch nicht in Feierlaune. "Es bestätigt sich lediglich, dass das Thema zusammen mit Zinsen und Digitalisierung auf allen Vorstandsetagen ganz oben steht", betont er in einem Interview mit dem Handelsblatt.
Allerdings sei die Branche "in Sachen Run-off zuletzt mit angezogener Handbremse gefahren", lautet sein bisheriges Fazit. "Das gehört aber zum Reifeprozess unseres Geschäftsmodells dazu. Schließlich wollte jeder hierzulande erst einmal sehen, ob die ersten Bestände professionell übernommen und weitergeführt werden", ergänzt der Viridium-Chef. Dennoch fällt seine Bilanz bislang positiv aus: "Die ersten Jahre haben gezeigt: Die Fortführung durch einen spezialisierten Bestandsmanager, wie wir es sind, ist eine ernst zu nehmende Option".
Gleichzeitig warnt Ruß beim Thema Run-off jedoch davor, "wenn der Eindruck entstehe", dass es sich dabei um ein "Scheckbuch-Business" handele. "Was Bestandsmanager wir uns angeht, sind Reputation und Erfahrung generell unabdingbar. Plus eine leistungsstarke Plattform, die bewiesen hat, dass sie zuverlässig und belastbar ist", betont Roß. (vwh/td)
Bild: Heinz-Peter Roß, Vorstandsvorsitzender der Viridium-Gruppe (Quelle: Viridium)
Run-off · Viridium · Heinz-Peter Roß
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