Unternehmen & Management

Generali stimmt Schuldentausch für kriselnde Bank zu

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Versicherer Generali und die Bank Intesa Sanpaolo haben laut Reuters das Angebot der angeschlagenen italienischen Bank Carige angenommen, nachrangige Schulden in vorrangige Papiere zu tauschen. Auch der Versicherer Unipol sei zum Umtausch bereit. Intesa und Generali halten zusammen gut 100 Mio. Euro an nachrangigen Schulden. Insgesamt will Carige bis zu 510 Mio. Euro umtauschen.
Die Bank hofft dadurch auf einen Buchgewinn von 200 Mio. Euro, da die Schulden zu einem niedrigen Preis als dem Nominalwert umgetauscht werden. Neben dem Schuldentausch plant Carige eine Kapitalerhöhung, die 560 Mio. Euro einbringen soll. Das Institut muss auf Druck der Europäischen Zentralbank (EZB) frisches Geld aufnehmen und die faulen Kredite in seinen Büchern reduzieren.
Das Finanzinstitut Intesa liebäugelte lange damit, sich mit der Generali zusammenzuschließen. Der Versicherer hatte daraufhin die Aktien von Intesa Anfang des Jahres erworben, um einen (möglichen) Übernahmeversuch der Bank zu vereiteln. Mittlerweile hat das Kreditinstitut von dem Plan Abstand genommen und Generali hat die Intesa-Aktien im Sommer verkauft.
Der Versicherer aus Triest hatte bereits die Banca Monte dei Paschi di Siena, die älteste Bank der Welt, durch eine Umwandlung der Schulden in Aktien gestützt. Die Triester hielten rund eine halbe Milliarde an Bonds der angeschlagenen Bank. (vwh/dg)
Bildquelle: Andrea Damm / PIXELIO / www.pixelio.de
Generali · Generali Group
Auch interessant
Zurück
20.08.2018VWheute
Kramer zum Zuwan­de­rungs­ge­setz: "Die grobe Fahrt­rich­tung stimmt" Ein neues Einwanderungsgesetz wird kommen. Die Gründe sind wohl vor allem im …
Kramer zum Zuwan­de­rungs­ge­setz: "Die grobe Fahrt­rich­tung stimmt"
Ein neues Einwanderungsgesetz wird kommen. Die Gründe sind wohl vor allem im immer größeren Fachkräftemangel zu suchen. Die Arbeitgeber bemängeln seit langem, dass sie keine qualifizierten Fachkräfte bekommen, …
25.07.2018VWheute
Debeka-Chef Brahm: "Wichtig ist, dass die Rich­tung stimmt" "Jeder ist für alles vor allen verantwortlich", sagte einst der russische Schriftsteller …
Debeka-Chef Brahm: "Wichtig ist, dass die Rich­tung stimmt"
"Jeder ist für alles vor allen verantwortlich", sagte einst der russische Schriftsteller Fjodor M. Dostojewski. Vielleicht nicht für alles, aber zumindest für sehr vieles ist Thomas Brahm seit dem ersten Juli als …
16.11.2017VWheute
Greco: "Erfolgs­muster stimmt uns zuver­sicht­lich" Die Zurich sieht sich auf einem guten Weg, die selbst gesteckten Finanzziele für die Jahre 2017 …
Greco: "Erfolgs­muster stimmt uns zuver­sicht­lich"
Die Zurich sieht sich auf einem guten Weg, die selbst gesteckten Finanzziele für die Jahre 2017 bis 2019 zu erreichen. "Trotz schwieriger Marktbedingungen haben wir unser Geschäft weiterhin ausgebaut, unsere zugrundeliegende …
10.02.2017VWheute
Fairfax will kriselnde Tower Insurance schlu­cken Die unter dem Rechtstreit mit Peak Re leidende Tower Insurance ist nur noch ein Pennystock. …
Fairfax will kriselnde Tower Insurance schlu­cken
Die unter dem Rechtstreit mit Peak Re leidende Tower Insurance ist nur noch ein Pennystock. Neuseelands Erdbebenrisiko treibt den Versicherer in den Ruin. Die Börse bewertet die Gesellschaft mit 137,5 Mio. NZ-Dollar, bei einem …
Weiter