Politik & Regulierung

Bulgaren hadern mit Kfz-Versicherungsschutz

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wer in Bulgarien sein Auto versichert, ist ein Spießer. Das ist für ein Land mit rund sieben Millionen Bürgern eine ganze Menge. Insgesamt wurden nach Zahlen der Abteilung für Verkehrspolizei im Innenministerium in den fünf Monaten 865.566 Autos von den Straßen genommen, in etwa 73.000 Fällen ein Fahrverbot verhängt und in knapp 15.000 Kontrollen eine Geldstrafe. Die Versorgungslücke ist für deutsche Versicherer eine große Chance.
Das Fahren ohne gültige Kfz-Versicherungen und Zulassung ist in Bulgarien offenbar Volkssport, denn insgesamt wurden in dem Land im Jahr 2016 lediglich 31.260 Fahrzeuge zugelassen. Kein gutes Verhältnis zu knapp einer Million Fahrer ohne Schutz.
Das Konzept Kfz-Versicherung ist in Bulgarien scheinbar noch nicht so wirklich angekommen. Nach den vorliegenden Zahlen dürfte es äußert schwierig sein, dem sicher gut gemeinten ADAC-Hinweis nachzukommen, nach einem Unfall vom Schädiger "Haftpflichtversicherung und Versicherungsnummer zu notieren."

Chance für deutsche Versicherer

Wenn es in Deutschland an einem nicht mangelt, dann an guten Kfz-Versicherern. Vielleicht sollen Devk, Huk, Axa, Whv und Co. einmal einen Dienstbesuch im schönen Bulgarien machen und ihre Tarifrechner und Deckungskonzepte gleich mitbringen.
Bei einem Besuch des Landes ist eine Unfall- und Auslandsreiseversicherung sinnvoll, denn oft können bulgarische KFZ-Nutzer ohne Schutz die Unfallkosten nicht tragen – und in keinem anderen europäischen Land starben im Jahr 2015 mehr Menschen bei KFZ-Unfällen wie in Bulgarien.
(vwh/mv)
Bild: Auto ohne Kfz-Schutz (Quelle: Petra-Engeljehringer / PIXELIO / www.pixelio.de)
Statistiken: Statista
Kfz · Unfall · Bulgarien
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