Politik & Regulierung

Mehrbeiträge werden Hurrikan-Schäden nicht ausgleichen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Spezialist für Risiko-Modellierung Karen Clark & Company hat die Schadenschätzung des Hurrikans Maria vervollständigt: Die Kosten des Hurrikans werden sich auf 30 Mrd. US-Dollar belaufen. Prämien-Experten wie J.P. Morgan sind sich sicher, dass am Markt erhöhte Risikoprämien durchgesetzt werden können, diese aber die Kosten nicht decken werden.
Die Preise werden wegen der Naturkatastrophen steigen und sich über die "next few seasons" verhärten, glaubt J.P. Morgan. "The combination of frequency and severity is likely to be sufficiently disruptive to cause meaningful improvements in pricing," erklären die Analysten. Nach der durch Naturkatastrophen eingetretenen Ansammlung von Schäden und Verlusten in diesem Jahr - zwischen 120 und 190 Mrd. US-Dollar - wäre bei der Prämienkalkulation jetzt die Talsohle durchschritten und es könnten wieder höhere Beiträge durchgesetzt werden.

Preiserhöhungen nicht nachhaltig

Die Erhöhung werde zumindest regional und partiell erfolgen, werde aber nicht ausreichen, um die entstandenen Schäden auszugleichen. Einige Analysten sind sich sicher, dass das Katastrophen-Budget 2017 der Rückversicherer bereits komplett aufgezehrt ist. In einem Bericht heißt es: "Swiss Re and Munich Re forecast to experience losses of around 4 billion to 5 billion Us-Dollar". Weitere Rückversicherer wären ebenfalls schwer getroffen.
Tatsächlich haben die Talanx und die Hannover Re bereits ähnliches gemeldet. Der Rückversicherer hat bereits mitgeteilt, die eigenen Gewinnerwartungen wohl nicht zu erreichen. Zuvor hatte die Munich Re eine Gewinnwarnung herausgegeben - auch wegen des Hurrikans Maria. (vwh/mv)
Bild: Hurrikan / Angela Parszyk / PIXELIO / www.pixelio.de
Naturkatastrophe · Hurrikan · Prämienanstieg
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