Politik & Regulierung

Rheintal-Sperrung: Firmen fordern Millionenausfall zurück

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Sieben Wochen lang war die Rheintalstrecke gesperrt, am Montag soll sie wieder öffnen. Firmen im Güterverkehr ist ein Schaden von 100 Mio. Euro entstanden. Bisher seien alle Hilferufe zur Bewältigung der finanziellen Folgen unbeantwortet geblieben, heißt es in einem Brief an den Vorstand der DB Netz AG. Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) hatte mit zwei Dutzend Verbänden mehrmals vergeblich versucht, staatliche Hilfe zu bekommen.
Die Unternehmen beklagen teils existenzbedrohende Ausfälle wegen der noch bis Montag gesperrten wichtigen europäischen Transportroute, auf der sonst täglich bis zu 200 Güterzüge fahren. Das NEE pocht auf einen kurzfristigen Ersatz von einem "Großteil der durch die Havarie entstandenen Schäden". Erlösausfälle und Mehrkosten bei Umleitungen summieren sich nach Schätzungen des Verbands allein für die Bahn-Unternehmen im Güterverkehr auf rund 100 Mio. Euro.
"Die Unternehmen, die wir vertreten, sind nicht dagegen versichert", erklärt der NEE-Verbandschef Peter Westenberger gegenüber VWheute. Grundsätzlich haben Unternehmen, die bei der Bahn langfristig eine Trasse gebucht haben, nach NEE-Angaben einen Schadenersatzanspruch. Wenn dieser aber gerichtlich durchgesetzt werden muss, dürften Jahre ins Land gehen. Betreiber von Zügen für kurzfristig beauftragte Transporte haben dagegen kaum Chancen auf Schadenersatz. Doch genau diese Firmen sind am stärksten betroffen, weil in diesem Segment mehr Trassen bestellt werden. (vwh/dg)
Bildquelle: Marco Zaremba / PIXELIO (www.pixelio.de)
Schadenersatz · Deutsche Bahn · Rheintal-Sperrung
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