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Börsengang spült Zhong An zwölf Mrd. Euro in die Kassen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Online-Versicherer Zhong An hat sein Debüt an der Hongkonger Börse inzwischen erfolgreich absolviert. Die Aktien wurden 390-fach überzeichnet; annähernd zwölf Mrd. Euro wurden in die Kassen des Versicherers gespült. Bereits vor dem Börsengang war eine starke Nachfrage nach den Anteilscheinen von Zhong An zu verzeichnen. Dennoch herrscht auch Skepsis.
Die Öffentlichkeit fragte jedoch bald nach stichhaltigen Argumenten für die Attraktivität der Aktien dieses reinen Online-Versicherers. An dem bislang erzielten Gewinn könne es ja wohl nicht liegen, der 2016 bei einem Beitragseinkommen von umgerechnet 43 Mio. Euro lediglich 1,2 Mio. Euro betrug.
Als Aktivposten hat Zhong An derzeit allerdings 490 Mio. Kunden und 7,2 Mrd. aktive Policen. Das Unternehmen praktiziert ein neues, ausschließlich auf den Online-Verkauf basiertes Geschäftsmodell, in dem Mini-Policen und "Situative Policen" angeboten werden. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie für einen kleinen Beitrag Risiken wie etwa das Durchsetzen von Warenrückgabe-Recht, Warenbeschädigung beim Transport, Fahrradverlust oder Flugverspätung versichern.
Die Nachrichtplattform Phenix News indes berichtet, dass die Inhaber wegen stagnierender Gewinne auf einen Börsengang geradezu gedrängt hätten. (hy)
Bild: Zhong-An-Hauptquartier in Schanghai (Quelle: hy)
Börse · Hongkong · Zhong an · Onlineversicherer
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