Unternehmen & Management

Talanx-Chef Haas schließt "Run-off" aus

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Hannoveraner Versicherer Talanx will nicht dem Vorbild der Ergo und Generali folgen und seine Lebenbestände abwickeln. "Wir werden keine Bestände in die Abwicklung schicken – weder konzernintern noch -extern durch Verkauf an andere", äußert sich Konzernchef Herbert K. Haas in der am Samstag erscheinenden Ausgabe der Euro am Sonntag.
So habe man zwar die Option eines Run-offs geprüft, diese aber dann wieder verworfen, betont der Vorstandsvorsitzende gegenüber der Wirtschaftszeitung. Demnach sehe man nicht nur die Altersvorsorge als Wachstumsmarkt. Bei einer Abwicklung der Lebenbestände würden auch viele Mitarbeiter ausgegliedert. "Das bedeutet: Es gäbe eine Zweiteilung der Belegschaft in Angestellte erster und zweiter Klasse. Das wollen wir auf keinen Fall", betonte Haas.
Dabei äußerte sich Haas im Interview mit der Euro am Sonntag erstmals auch zu den Stimmrechtsinhabern beim Mehrheitseigner HDI V.a.G. "Die fünf größten Anteilseigner liegen jeweils zwischen einem und fünf Prozent der Stimmen, sie kommen aus den Bereichen Auto, Chemie und Pharma", erläutert der Talanx-Chef. Dabei seien die drei größten Anteilseigner im Dax notiert. Konkrete Namen wollte er jedoch nicht nennen.
Gleichzeitig äußerte sich Haas auch zu seiner persönlichen Zukunft: "2019 vollende ich mein 65. Lebensjahr. Darüber hinaus werden bei Talanx keine Vorstandsverträge verlängert. Dann höre ich spätestens auf". Ob er sich dann allerdings einen Wechsel in den Aufsichtsrat vorstellen könne, wollte er jedoch nicht beantworten." Darüber entscheiden andere, aber solange ich gesund und fit bin, möchte ich gerne arbeiten", konstatiert Haas. (vwh/td)
Bild: Herbert K. Haas, Vorstandsvorsitzender (Quelle: Talanx)
Lebensversicherung · Talanx · Herbert K. Haas
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