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Allianz verzeichnet weniger Unwetterschäden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
In Deutschland ist die Zahl der Unwetterschäden im Jahr 2016 zurückgegangen. Gleichzeitig ist die durchschnittliche Schadenhöhe deutlich gestiegen. Dies geht aus dem neuen Naturkatastrophen-Kalender der Allianz Deutschland hervor. Demnach meldeten die Kunden des Versicherers in dieser Zeit rund 152.000 Schäden (2015: 305.100), die ausschließlich durch Sturm, Hagel, Starkregen oder Blitz verursacht wurden.
Die Schadenssumme sank gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent auf rund 297 Mio. Euro (2015: 376 Mio.). Mit über 60 Prozent aller Unwetter-Schadenmeldungen (rund 92.000) wurden 2016 die meisten Schäden in Deutschland durch Sturm und Hagel verursacht, teilt die Allianz Deutschland weiterhin mit. Ein Drittel aller Schäden entfielen dabei laut Versicherer auf Blitz und Überspannung. Die meisten Unwetterschäden - nämlich rund 80 Prozent - verzeichnete der Konzern zudem in den Sommermonaten. Spitzenreiter war demnach im vergangenen Jahr der Juni, gefolgt von Mai und Juli.
"2016 lag die Schadenhöhe bei durchschnittlich 1.955 Euro und damit um 58 Prozent über dem Vorjahresdurchschnitt", kommentiert Mathias Scheuber, Schadenvorstand der Allianz Versicherungs-AG. "Hochwasserschäden sind besonders teuer. Zwar entfielen auf Überschwemmungen nur elf Prozent der gemeldeten Unwetterschäden in Deutschland, aber 38 Prozent der gesamten Schadensumme.
Demnach zahlte die Allianz in der gesamten Bundesrepublik mehr als 114 Mio. Euro für 16.700 Hochwasserschäden aus. Dies entspreche einem Vielfachen des Vorjahres, als der Allianz nach eigenen Angaben nur gut 5.100 Hochwasserschäden mit einer Gesamtsumme von 14,4 Mio. Euro gemeldet wurden. Der durchschnittliche Schaden war zudem mit 6.850 Euro fast zweieinhalbmal so teuer wie 2015 (2.799 Euro).
In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres lag die Elementarschadenbilanz nach Angaben des Versicherers trotz der Unwetter "Paul" und "Rasmund" noch unter dem langjährigen Durchschnitt. So beziffert die Allianz für Elementarschäden eine Summe von voraussichtlich 219 Mio. Euro. (vwh/td)
Bildquelle: Wolfgang Resmer / PIXELIO (www.pixelio.de)
Grafikquelle: Allianz Deutschland AG / Monika Felder
Unwetter · Naturkatastrophen · Allianz Deutschland
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