Politik & Regulierung

LG Schweinfurt: Schweigen nach Millionenbetrug

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Vier Männer zwischen 42 und 68 Jahren müssen sich seit gestern vor dem Landgericht Schweinfurt wegen Versicherungsbetruges in Millionenhöhe verantworten. So wirft die Staaswanwaltschaft den Angeklagten vor, 29 Versicherungsgesellschaften über fingierte Abschlüsse Provisionen von rund 3,5 Mio. Euro ergaunert zu haben. Laut Bayerischem Rundfunk geht es dabei um rund 1.500 Fälle.
Die Männer selbst hüllten sich zunächst in Schweigen und machten lediglich Angaben zur eigenen Person. Nach Angaben eines Gerichtssprechers wird den vier Versicherungsvermittlern, die allesamt Quereinsteiger in der Branche seien, vorgeworfen, zwischen Mai 2006 und Juli 2009 für ihre Kunden Lebensversicherungen bzw. Zusatzrentenversicherungen.
Dabei hatten diese mit dem Versicherungsnehmern vereinbart, dass sie deren Beiträge für einen bestimmten Zeitraum übernehmen und die Police dann kündigen würden. Gleichzeitig hatten sie von den betroffenen Versicherern die Provisionen kassiert.
Am 9. Oktober 2017 soll der Prozess mit der Zeugenaussage eines Ermittlungsbeamten fortgesetzt werden. Das zuständige Landgericht hat dafür insgesamt neun Verhandlungstage angesetzt. Prozessbeobachter rechnen noch in diesem Jahr mit einer Urteilsverkündung. (vwh/td)
Bildquelle: Q.pictures / PIXELIO (www.pixelio.de)
Versicherungsbetrug · LG Schweinfurt
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