Politik & Regulierung

Das wollen die Deutschen von Merkel

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Für die Mehrheit stand das Ergebnis bereits vor der Wahl fest, die Kanzlerin bleibt – und das wird begrüßt. Die Bürger haben genaue Vorstellungen, was nach der Wahl geschehen muss. Das betrifft die Grenzsicherung, die Entwicklung der EU und Donald Trump. Das Handelsblatt hat kurz vor der Wahl mithilfe einer Umfrage von Allensbach die Wünsche der Deutschen ermittelt.
Bei der EU-Politik möchten die Deutschen weniger Mitbestimmung aus Brüssel. Rund 37 Prozent sind der Meinung, dass die einzelnen Staaten wieder mehr Rechte bekommen sollten, 16 Prozent möchten lieber Brüssel stärken.
Von Europa haben die Deutschen genaue Vorstellungen: Sie wollen in der Verteidigung- und Außenpolitik sowie der europaweiten Anerkennung von Bildungsabschlüssen mehr Europa. Eine gemeinsame Sozialpolitik oder einen europäischen Finanzminister lehnen sie ab.

Flüchtlinge, Trump und Russland

Einig sind sich die Deutschen beim Klimaschutz, den über 90 Prozent ausweiten wollen. Nicht ganz 40 Prozent möchten mehr Entwicklungshilfe, zwölf Prozent reduzieren. Ob die Bereitschaft zu mehr Hilfe mit der Flüchtlingskrise zusammenhängt, ist schwer zu sagen. Laut der Umfrage wollen circa 60 Prozent eine Obergrenze für Flüchtlinge. Eine politische Forderung, die so gar nicht zu Merkels Politik passt.
Überraschend großer Beliebtheit hierzulande erfreut sich Wladimir Putin: 31 Prozent der Deutschen wollen bessere Russland-Beziehungen, 22,5 Prozent mehr Abstand. Im Osten des Landes ist der Wunsch stärker als im westlichen Teil. Rund 35 Prozent der Deutschen möchten mehr Distanz zu den von Donald Trump geführten USA gehen. Zehn Prozent möchten sich näher an das Land der unbegrenzten Möglichkeiten binden.
Ob sich Merkel an den Wünschen orientiert oder einen anderen Weg einschlägt, werden die nächsten Jahre zeigen. (vwh/mv)
Bild: Angela Merkel (Quelle: Windorias / PIXELIO / www.pixelio.de)
Deutschland · Geldpolitik · Angela Merkel
Auch interessant
Zurück
09.08.2019VWheute
Julia Merkel (R+V): "In weniger als fünf­zehn Jahren herrscht in den Vorstands­etagen Gleich­be­rech­ti­gung" Das Genderthema wird in Gesellschaft, …
Julia Merkel (R+V): "In weniger als fünf­zehn Jahren herrscht in den Vorstands­etagen Gleich­be­rech­ti­gung"
Das Genderthema wird in Gesellschaft, Wirtschaft und Medien mit einer unheimlichen Verbissenheit geführt. Julia Merkel, Personalvorstand bei der R+V, hält wenig vom …
09.05.2019VWheute
GDV fordert von EZB " Rück­kehr zur konven­tio­nellen Geld­po­litik" Regelmäßig kritisiert der GDV die Entscheidungen der EZB. Insbesondere deren Chef…
GDV fordert von EZB " Rück­kehr zur konven­tio­nellen Geld­po­litik"
Regelmäßig kritisiert der GDV die Entscheidungen der EZB. Insbesondere deren Chef Mario Draghi ist in Berlin nicht gut gelitten. Gebetsmühlenartig fordert der Verband eine Abkehr von der Nullzinspolitik. …
12.02.2019VWheute
Doswi­da­niya – Ergo zieht sich aus Russ­land­ge­schäft zurück Die Ergo ist nicht russlandfest. Nachdem sich der Mutterkonzern bereits im Jahr 2015 …
Doswi­da­niya – Ergo zieht sich aus Russ­land­ge­schäft zurück
Die Ergo ist nicht russlandfest. Nachdem sich der Mutterkonzern bereits im Jahr 2015 aus dem Land verabschiedete, verkauft jetzt die Ergo International AG sein Nicht-Leben-Geschäft. Die Ergo ist praktisch raus aus …
06.02.2019VWheute
Merkel besucht schwä­chelnde IT-Nation: Was deut­sche Versi­cherer von Japan lernen können und was sie vermeiden sollten Gerade das …
Merkel besucht schwä­chelnde IT-Nation: Was deut­sche Versi­cherer von Japan lernen können und was sie vermeiden sollten
Gerade das hochtechnologisierte Japan hat enormen Nachholbedarf bei der Digitalisierung des eigenen Versicherungsmarktes und wird von China spielend …
Weiter