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Versicherer verzeichnen durchschnittlichen Sommer

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Pünktlich zum kalendarischen Herbstanfang ziehen die Versicherer eine Bilanz des Sommerwetters 2017. Während die Landwirtschaftsversicherer in diesem Jahr unter einer extremen Schadenbilanz leiden, war 2017 aus Sicht des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft jedoch bislang kein außergewöhnliches Schadenjahr. Lediglich "Paul" und "Rasmund" schlugen mit 600 Mio. Euro zu Buche.
Während die Bewohner im Harz in diesem Sommer besonders viel Regen ertragen mussten, hieß es laut GDV im Süden der Republik Sonne satt. Wegen der ungleichen Wetterverhältnisse wird der Sommer 2017 nach Angaben der deutschen Versicherer auch nicht als schadenträchtiger Rekord-Sommer in die Geschichte eingehen. "Die Starkregenereignisse haben zwar für deutliche Schäden gesorgt – aber eben nur lokal begrenzt", sagt Olaf Burghoff, Leiter Sachstatistik beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
Zudem seien auch Extremniederschläge im Sommer durchaus normal, heißt es beim GDV. "Solche extremen Wetterlagen mit stärksten, aber lokal eingeschränkten Regenfällen sind in Deutschland nichts Außergewöhnliches", ergänzt Burghoff. Die Landwirtschaftsversicherer dürften dies hingegen dennoch etwas anderes, verzeichnen diese doch mit 2017 ein sogenanntes Überschadenjahr.
So verzeichnete allein die Vereinigte Hagel bis zum 21. September 2017 über 21.000 Schadenmeldungen, fast 103.000 geschädigte Feldstücke und 419.000 Hektar geschädigte Fläche. Die geschädigte Versicherungssumme beziffert der Landwirtschaftsversicherer auf Anfrage von VWheute auf rund 814,0 Mio. Euro. Schwerster Schadentag war demnach der 22. Juni 2017 mit einer geschädigten Fläche von rund 100.000 Hektar und großflächigen Totalschäden.
Dabei verzeichnete die Vereinigte Hagel nach eigenen Angaben Schadenmeldungen über die gesamte Vegetationsperiode von Ende April durch Frost bis Mitte September durch Sturm und Starkregen. Insgesamt zählte der Landwirtschaftsversicherer 160 Schadentage mit einer geschätzten Entschädigungsleistung für das Inlandgeschäft von etwa 116,0 Mio. Euro sowie einer Schadenquote von über 100 Prozent. (vwh/td)
Bildquelle: Josef Tuerk jun. / PIXELIO (www.pixelio.de)
GDV · Naturgefahren
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