Köpfe & Positionen

"100.000 Hackerattacken auf Munich Re täglich"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das eigene IT-Sicherheitsnetz steht bei den Münchenern. Das ist bei täglichen Hackerangriffen in sechsstelliger Höhe auch nötig. Die Munich Re ist nicht nur Opfer von Cyberattacken, sondern bietet auch Schutz. Vorstand Torsten Jeworrek fordert Datenhilfe von der Politik, um den Cyberschutz zu verbessern. Ein Problem bei Cyberpolicen ist der sich ständig Stand der Technik und Angriffsmuster.
In diesem Bereich gebe es laut Jeworrek "kein statistisches Wissen". Die Gründe legt der Vorstand mit wenigen Worten dar: "Die Betriebssysteme, die Software und die Server ändern sich permanent – und damit werden die Daten der Vergangenheit kurzlebiger und bleiben nicht lange repräsentativ."
Damit eine bestmögliche Präparierung erfolgen kann, setzen die Münchener auf den Staat. Der hatte die Lieferung von Cyberattacken-Datensätzen versprochen: Jeworrek weiß, dass sie Lieferung dieser Daten Zeit kostet und sieht "gute Vorsätze und Ambitionen". Die gewünschten Daten sollen die "Angriffsszenarien und Technologien" offenlegen, erklärt er.
Das Ziel der Datenanfrage sei, dass die Munich Re jederzeit wisse, was "strukturell und technologisch passiert". Die Kalkulation von Cyberversicherungen ist weiterhin ein Problem für den Versicherer. Es gehe darum, "ein neues Risiko abzusichern, und zugleich unseren möglichen Schaden eingrenzen", betont Jeworrek im Handelsblatt.
Die Gefahr einer Fehlkalkulation scheint groß: "Natürlich werden wir nicht blind in Risiken hineinlaufen. Es darf nicht sein, dass eine solche Police am Ende das eigene Unternehmen maßlos schädigen kann." (vwh/mv)
Bild: Torsten Jeworrek (Quelle: Munich Re)
Munich Re · Torsten Jeworrek · Cyberschutz
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