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Investitionen in Insurtechs steigen auf neues Rekordhoch

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Insurtechs gelten immer weniger als potenzielle Bedrohung, sondern vielmehr als potenzielle Partner für etablierte Player. So verwundert es auch nicht, dass die Versicherungs-Start-ups zunehmend zum Objekt der Begierde für Investoren werden. Laut einer globalen Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC sind die Investitionen in die Start-ups allein im zweiten Quartal 2017 auf ein neues Rekordhoch gestiegen.
So vermeldeten allein 64 Insurtechs rund um den Globus zwischen April und Juli dieses Jahres eine erfolgreich abgeschlossene Funding-Runde. Dabei lagen die Gesamtinvestitionen mit einem Volumen von rund 985 Mio. US-Dollar bereits höher als der addierte Wert aus den drei vorhergehenden Quartalen, betonen die Experten von PwC. Auffällig sei dabei auch, dass immer mehr Investoren aus der Branche selbst kommen.
"Der Insurtech-Boom gewinnt immer mehr an Fahrt. Dabei fällt auf, dass die Finanzierungen nicht nur von Risikokapitalgebern stammen. Stattdessen häufen sich letzter Zeit die Beispiele für Insurtech-Finanzierungen, die von klassischen Versicherern und vor allem Rückversicherern kommen", kommentiert Maren Hausmann, Leiterin Insurance Advisory bei PwC Deutschland. Zudem dürfe die Digitalisierung in der Versicherungsbranche deutlich weniger konfrontativ verlaufen als beispielsweise in der Bankenbranche, betonten die Studienautoren.
"Im Bankenmarkt beispielsweise gibt es mittlerweile zahlreiche Mobile-Banken oder Online-Kreditmarktplätze, die die etablierten Anbieter direkt angreifen. Die meisten Insurtechs hingegen verstehen sich weniger als Disruptoren des bestehenden Produktangebots. Stattdessen wollen sie die Branche gemeinsam mit den etablierten Anbietern transformieren. Dieses Signal ist mittlerweile auch bei den Versicherern und Rückversicherern angekommen. Sie sehen in den Start-ups keine Bedrohung mehr, sondern 'Enabler', die ihnen helfen, ihre Produkte und Prozesse zu verbessern. Entsprechend wird in Insurtechs, die diese Ansprüche erfüllen, dann auch investiert", erläutert Hausmann.

Insurtech-Markt nimmt deutlich Fahrt auf

Dass der Markt um die digitalen Versicherungs-Startups immer mehr an Fahrt gewinnt, zeigt auch das Quaterly InsurTech Briefing. So haben seit 2012 bereits über 600 Unternehmen in die Insurtechs investiert. Allein im ersten Halbjahr 2017 wurden 102 Deals mit einem Volumen von 1,3 Mrd. US-Dollar geschlossen. Und der Trend geht weiter, wie kürzlich das Beispiel der Coya AG zeigte.
Auch die Munich Re scheint dabei auf den Geschmack gekommen zu sein. So gab der Rückversicherer am Dienstagabend eine strategische Zusammenarbeit dem digitalen Rundum-Versicherer One bekannt. Details wollten beide Unternehmen zwar nicht mitteilen: "Bei Munich Re beobachten wir bereits seit einiger Zeit die Insurtech-Branche und haben mit One endlich einen ambitionierten Partner mit Potenzial und digitalen Know-how gefunden", betont Tobias Sonndorfer, Client Executive bei Munich Re und Board Member von One.
"Die künftige Zusammenarbeit mit der Munich Re markiert den nächsten wichtigen Meilenstein in unserer Entwicklung. Wir freuen uns, ab jetzt aktiv von Munich Re unterstützt zu werden und sehen die Partnerschaft als Beweis dafür, dass unser Ansatz genau in die richtige Richtung geht", ergänzt Stephan Ommerborn, Vorstandsvorsitzender von One. (vwh/td)
Bildquelle: Fotolia
Grafikquelle: Statista
Munich Re · InSurTechs · Wefox · One
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