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Swiss Life "im Gespräch" mit amerikanischer Justiz

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das amerikanischen Department of Justice hat Gesprächsbedarf. Wie die Swiss Life mitteilt, ist das Unternehmen von der Behörde wegen seines Crossborder-Geschäfts mit US-Kunden kontaktiert worden. Das Geschäft umfasst aktuell 250 Mio. Schweizer Franken, war aber in der Vergangenheit bis zu vier mal so groß. Das Portfolio mit US-Kunden gehört zu Swiss Life Liechtenstein und Swiss Life Singapur.
Sämtliche Versicherungsverträge sind gemäß der US-Fatca-Gesetzgebung erfasst und gemeldet worden, betont Swiss Life in der knapp gehaltenen Pressemitteilung. In der Vergangenheit belief sich das Portfolio mit US-Kunden auf maximal rund eine Mrd. Schweizer Franken.
Swiss Life will nach Eigenaussage die "Möglichkeit zum Dialog nutzen", um in "Kooperation mit den US-Behörden" ihr Crossborder-Geschäft der Vergangenheit darzulegen. Über was genau die Justizbehörde gerne mit den Schweizern sprechen will, ist momentan noch unklar. Eine Nachfrage bei Swiss Life brachte keine weiteren Einzelheiten über die genauen Hintergründe.
Die Justizbehörde wollte sich auf Anfrage von VWheute nicht äußern. Es handelt sich übrigens um die dieselbe Institution, die auch bei VW ermittelte, mit den bekannten Folgen für den Autokonzern.
Zuletzt hatte Swiss Life bei den Halbjahreszahlen einen kleinen Sprung hingelegt. Daniel von Borries, Finanzvorstand der Swiss Life Deutschland, erklärte gegenüber VWheute, wie das möglich war. (vwh/mv)
Bild: Robert F. Kennedy Department of Justice Building (Quelle: Ed Brown / Wikimedia commons)
Swiss Life · Justiz · Amerika · Department of Justice
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