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Cyber-Police kann Angriff auf Equifax nicht decken

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Bei einem Hackerangriff auf den US-Finanzdienstleister Equifax haben Hacker vor einer Woche die Sozialversicherungs- oder Kreditkartennummern von über 143 Millionen US-Verbraucher erbeutet. Nun stellt sich heraus, dass Equifax über eine Cyber-Police verfügt, die jedoch nur Kosten in Höhe von 100 bis 150 Mio. US-Dollar übernehmen könnte. Beazley soll laut Medienberichten der Versicherer sein. Gegen Equifax wurde derweil eine Milliarden-Klage eingereicht.
Der Vorfall sei am 29. Juli 2017 bei einer internen Untersuchung festgestellt, die Sicherheitslücke danach sofort geschlossen worden, erklärte die Wirtschaftsauskunftei. Equifax ist das größte der drei bedeutenden Credit Bureaus, die umfangreiche Daten über das Gebaren aller Verbraucher sammeln. Die Credit Bureaus nutzen die Credit History und andere Daten, um für jeden Verbraucher verschiedene Credit Scores zu berechnen. Diese Kennzahlen werden dann an Firmen, potenzielle Vermieter und Arbeitgeber verkauft. Ein schlechter Credit Score, auch wenn er auf falschen Angaben beruht, führt dazu, dass die Verbraucher Probleme haben, mögliche Kaufverträge z.B. für ein Mobilfunkgerät abzuschließen.
Der Schaden dürfte größer sein als bei dem Hackerangriff auf die Handelskette Target aus dem Jahr 2013. Dieser betrug 300 Mio. US-Dollar, wovon ein Drittel die Versicherer übernahmen. Allerdings waren dort vergleichsweise wenig Daten abhanden gekommen, etwa 40 Millionen Kreditkartennummern.
Laut CNBC haben führende Equifax-Manager etwa zwei Millionen Aktien nach dem Hackerangriff verkauft, bevor dieser öffentlich gemacht wurde. US-Senatoren fordern ein hartes Vorgehen, das FBI leitete eine Untersuchung ein. Die Aktie des Unternehmens hat seit vergangener Woche etwa 21 Prozent eingebüßt. Für die Opfer des Hackerangriffs gibt es inzwischen einen Chatbot, der es den Usern erlaubt,  automatisch Teil der Sammelklage gegen das Unternehmen zu werden. Die Nutzer können den für ihren Bundesstaat geltenden Maximalschaden geltend machen. Er reicht von 2.500 bis hin zu 25.000 Dollar. (vwh/dg)
Bildquelle: GDV
Cyberattacken · Cyber-Police
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