Politik & Regulierung

Versicherer und Ermittler gemeinsam gegen Cyber-Crime

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Als Teil der Kritischen Infrastrukturen muss die Assekuranz spätestens 2018 weitreichende Anforderungen an die Sicherheit ihre IT-Systeme erfüllen wie etwa die Prävention vor externen und internen Angriffen. Doch dabei allein soll es nicht bleiben. In Düsseldorf wurde am Dienstag ein bundesweit bisher einzigartiger Krisenplan vorgestellt. Damit wollen die Versicherer künftig bei Cyber-Angriffen enger mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten.
Das zunächst im Bundesland Nordrhein-Westfalen konzipierte Projekt ist ein "Leuchtturm" und soll noch bis zum Jahresende bundesweit ausgerollt werden. Mit ihrer Auffassung, dass Compliance auch die aktive Unterstützung der Strafverfolgungsbehörden umfasse, seien die Versicherer "Trendsetter und Meilenstein", lobte Markus Hartmann, Oberstaatsanwalt von der Zentral- und Ansprechpartnerstelle Cybercrime Nordrhein-Westfallen (ZAC NRW).
Das 2010 von der Branche gegründete Lage- und Krisenreaktionszentrum für IT-Sicherheit (LKRZV) hat mit dem Landeskriminalamt von NRW und der ZAC NRW einen Krisenplan erarbeitet, der helfen soll, die Ermittlungszusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden schneller und unkomplizierter zu gestalten. "Wir leben vom Vertrauen unserer Kunden in unsere Datensicherheit. Der Schutz dieses immateriellen Gutes steht immer an höchster Stelle", sagte Werner Schmidt, Vorsitzender des GDV-Ausschusses Betriebstechnik, Digitalisierung und IT.
Die Branche stehe "permanent unter dem Beschuss von Cyber-Angriffen". Es gelte die Hemmungen zu verlieren, um sich im Austausch untereinander und mit den Strafverfolgungsbehörden frühzeitig und effektiv zu warnen. Die bisherige Infrastruktur habe sich aber bewährt. So sei kein Versicherer beispielsweise von "WannaCry" betroffen gewesen.
"Jeder erfolgreiche Angriff auf einen Versicherer wäre ein Reputationsschaden für die ganze Branche", sagte Patric Fedlmeier, IT-Vorstand der Provinzial Rheinland und Mitglied des IT-Ausschusses des GDV. Die Versicherer hätten mit ZAC bereits gute Erfahrungen gesammelt. Denn es habe schon erste Fälle der Zusammenarbeit gegeben. (lie)
Bild: NRW-Justizminister Peter Biesenbach und Patric Feldlmeier, IT-Vorstandder Provinzial Düsseldorf, stellen den Krisenplan vor. (Quelle: lie)
GDV · Nordrhein-Westfalen · Cyber-Crime
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