Politik & Regulierung

USA: Frauen und Witwen zahlen bei Kfz-Versicherung mehr

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das ist schlecht fürs Image – sehr, sehr schlecht. Ein Zusammenschluss aus 26 Berufsverbänden, CPANCoalition Protecting Auto No-Fault, hat herausgefunden, dass manch US-Autoversicherer Frauen und Witwen gezielt höhere Tarife verrechnen als anderen Kunden. Laut Erhebung haben unter anderem das Michigan Department of Insurance and Financial Services und die in Ohio niedergelassene Firma Progressive sich der Ungleichbehandlung schuldig gemacht.
Frauen mit "einwandfreien Strafregistern" wären teilweise Tarife angeboten worden, die 33 bis 38 Prozent höhere lagen als bei Männern. Die Raten der Frauen waren trotz gleichen Verkehrsstrafregisters, identischer Fahrzeugtypen und gleicher Adressen höher als beim männlichen Pedant. Das verwundet besonders, da Frauen "tendenziell sichererer" fahren, wie CPANCoalition Protecting Auto No-Fault feststellt.
Die in Boston beheimatete Liberty Mutual hat eine andere Tarifierungsabsonderlichkeit, die aber nicht minder befremdliche ist. Das Unternehmen berechnet verwitweten Fahrern, immerhin geschlechtsneutral, einen Aufschlag von fünf Prozent. (vwh/mv)
Bild: Amerikanisches Auto, Dodge Ram (Quelle: Sarah Grazioli / PIXELIO / www.pixelio.de)
Kfz · Kfz-Versicherung · Nordamerika
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