Köpfe & Positionen

Rückversicherung: "Preisabrieb von null bis fünf Prozent"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die aktuellen Rekordunwetter werden die Preise für Rückversicherer nur regional verändern. Davon ist Johannes Bender, Director der Ratingagentur Standard & Poor’s (S & P), überzeugt. Weiterhin rechnet er damit, dass die Versicherer ihre Schadenquote werden halten können.
Gegenüber dem Handelsblatt erinnerte Bender daran, dass die letzten drei Jahre "sehr schadenarm" waren. Daraus wären "unterdurchschnittliche Belastungen" entstanden. Die Versicherer könnten trotz der aktuellen Unwetter wie "Harvey" oder "Irma" die Ertragserwartungen der Ratingagentur bei einer "Schaden-Kostenquote von 96 bis 100 Prozent sowie einer Großschadensquote von acht bis zehn Prozent erreichen".
Auf die Frage, wie sich die Unwetter auf die kommenden Preise auswirken werden, bleibt der S & P-Mann die Antwort nicht schuldig. Er rechnet mit Preiserhöhungen bei der Sturmversicherung in den Regionen, in denen Harvey zugeschlagen hat. Weiter rechnet Bender nicht damit, dass die Preise in der Rückversicherung global steigen werden: "Wir glauben weiterhin, dass die Branche 2017 und 2018 einen Preisabrieb von null bis fünf Prozent in Kauf nehmen muss."
Bender sieht allerdings weitere sturmbedingte Risiken auf die Branche zukommen. Er erwartet eine "sehr schadensträchtigen Hurrikansaison für Erst- und Rückversicherer", ist sich aber nicht sicher, ob der "globale Preisverfall" dadurch gestoppt werden wird. (vwh/mv)
Bild: Johannes Bender (Standard & Poors)
Standard & Poor`s · Unwetter · Rückversicherungsbranche · "Irma"
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