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USA: Auf "Harvey" folgt "Irma"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Kaum hat Hurrikan "Harvey" im Süden der USA eine Schneise de Verwüstung hinterlassen, sorgt bereits Hurrikan "Irma" für neue Zerstörungswut. Der Wirbelsturm der Kategorie fünf – die höchste Stufe – ist nach Angaben des US-amerikanischen Nationalen Hurrikanzentrums (NHC) der stärkste Hurrikan, der jemals außerhalb der Karibik und des Golfs von Mexiko verzeichnet wurde. Meteorologen bescheinigen "Irma" bereits eine nie dagewesene Intensität.
Die Folgen der Zerstörungswut haben mittlerweile zahlreiche Inseln in der Karibik zu spüren bekommen. Allein auf der Insel Barbuda hat "Irma" nach Behördenangaben etwa 95 Prozent aller Häuser zerstört oder beschädigt. Zudem kam ein Baby durch den Hurrikan ums Leben. "Es ist herzzerreißend. Die ganze Insel steht unter Wasser", sagte Gaston Brown, Regierungschef des Karibikstaates Antigua und Barbuda, dem Sender ABS. Demnach sei Barbuda praktisch unbewohnbar.
Ähnliche Ausmaße der Zerstörung verzeichnete auch die Insel Saint-Martin. "Es ist eine große Katastrophe. 95 Prozent der Insel sind zerstört", sagte der Präsident des Territorialrats von Saint-Martin, Daniel Gibbs, dem Radiosender RCI. Dabei sei die Infrastruktur schwer beschädigt, Häuser seien zerstört, Straßen überflutet, berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel Online. Außerdem gebe es weder Strom noch fließendes Wasser und kein Benzin.
Auch auf der Insel Saint-Barthélemy verzeichneten die Behörden schwere Schäden. "Es ist eine Tragödie", wird Frankreichs Innenminister Gerard Collomb zitiert. "Wir werden beide Inseln wieder aufbauen müssen", sagte er auch mit Blick auf Saint Martin. "Fast alle Schulen wurden zerstört." Relativ glimpflich kam hingegen die Insel Puerto Rico davon. Dennoch war das Außengebiet der USA laut Nachrichtenmagazin Sturmböen von mehr als 150 Kilometern pro Stunde ausgesetzt. Bäume seien umgerissen worden und es gab Schäden durch Überschwemmungen. 4.200 Menschen hätten in Notunterkünften Schutz gefunden. Fast eine Million Menschen waren ohne Strom, 80.000 ohne Wasser.

Florida wappnet sich für "Irma"

Derweil wappnet sich der US-Bundesstaat Florida bereits gegen "Irma", der nach Angaben der Behörden spätestens am Samstag oder Sonntag dort ankommen könnte. Welchen Kurs er jedoch nimmt und mit welcher Wucht er auf die Ostküste der USA treffen wird, ist nach Expertenangaben jedoch noch unklar. Zudem rät rät die Deutschlandtochter des weltgrößten Reisekonzern Tui ihren Kunden aktuell von Reisen in die von "Irma" bedrohten gebiete an. Demnach seien alle Flüge in die Dominikanische Republik um 24 Stunden und alle Flüge nach Kuba um 48 Stunden verschoben worden, sagte der Tui-Deutschland-Sprecher Mario Köpers gegenüber der FAZ. Flugannullierungen habe es bislang aber nicht gegeben.
Die Rückversicherer Swiss Re und Munich Re konnten auf Anfrage von VWheute zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Schadenschätzung abgeben, da es sich bei "Irma" um "ein noch nicht abgeschlossenes Ereignis" handele. Medienberichten zufolge haben Analysten allerdings bereits versicherte Schäden von bis zu 130 Mrd. US-Dollar (etwa 109 Mrd. Euro) prognostiziert, falls "Irma" direkt auf die Stadt Miami direkt trifft. Zudem seien mit "Jose" und "Katia" noch zwei weitere Wirbelstürme im Anmarsch. (vwh/td)
Bildquelle: Rainer Sturm / PIXELIO (www.pixelio.de)
Hurrikan · "Irma"
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