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Allianz-Tochter Pimco legt wieder zu

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die einst krisengeschüttelte Allianz-Tochter Pimco scheint sich bei den Anlegern derzeit wieder größerer Beliebtheit zu erfreuen. So scheint erstmals wieder Geld in den "Pimco Total Return Fund" – dem einst weltgrößten Investmentfonds – zu fließen. Demnach steckten die Investoren allein im August etwa 348 Mio. US-Dollar netto in den Fonds, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Finanzkreise.
Damit sei das verwaltetet Vermögen wieder leicht auf 75 Mrd. US-Dollar gestiegen. Zudem handele es sich dabei um den ersten Zufluss seit April 2013, als das Fondsvermögen noch auf Rekordhöhe von 293 Mrd. Dollar lag. Die eigentliche Trendwende soll hingegen der breiter aufgestellte "Pimco Income Fund" gebracht haben, der vom Chef-Strategen Dan Ivascyn und seinem Kollegen Alfred Murata gemanagt werde. Allein im August dieses Jahres habe dieser laut Bericht einen Zufluss von drei Mrd. Dollar netto verbucht.
Der Turnaround des einstiegen Sorgenkindes des Allianz scheint jedenfalls nicht von ungefähr zu kommen. Dennoch tritt Frank Witt, Deutschland-Chef von Pimco, im Exklusiv-Interview mit VWheute noch auf die Euphorie-Bremse. "Wir bewegen uns nun in einer Situation mit hohen und immer angespannteren Bewertungen an Aktien- und Anleihemärkten. Wir bei Pimco rechnen zwar nicht mit einer unmittelbar bevorstehenden Korrektur, aber die globale Konjunktur steuert auf viele kritische Wendepunkte zu, zuallererst in der Geldpolitik, aber auch in der Handels- und Fiskalpolitik und nicht zuletzt auf geopolitischer Ebene", lautet seine Bestandsaufnahme.
Auch in den Geschäftsbüchern des Mutterkonzerns Allianz macht sich der positive Kurse mittlerweile bemerkbar. Allein im ersten Halbjahr 2017 stieg das operative Ergebnis im Bereich Asset Management um 16,8 Prozent auf 584 Mio. Euro (Vj: 500 Mio. Euro). Das für Dritte verwaltete Vermögen konnte um 7,6 Prozent auf rund 1,40 Mrd. Euro gesteigert werden. Besonders stark schnitt dabei die Allianz-Tochter Pimco ab. (vwh/td)
Bildquelle: Fotolia
Allianz · Pimco
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