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Zurich wird noch 2017 an vielen Stellen digital

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Zurich Gruppe Deutschland überarbeitet ihre Tarife in der privaten Sach- und Unfallversicherung komplett und macht sie fit für den Abschluss über so genannte Spracherkennungsplattformen. "Wir werden alle digitalen Touch Points für den Kunden ausbauen und müssen gucken, wie die Kunden sie annehmen. Es gibt bereits 28 Millionen in Deutschland, die Sprachassistenten nutzen – Tendenz steigend", sagte Vorstandschef Marcus Nagel.
Kundenorientierung, Innovation und Simplifizierung seien die drei zentralen Handlungsfelder, auf die sich die Gruppe konzentriere. Zurzeit liefen eine Reihe von Piloten, die voraussichtlich zum Jahresende eingeführt würden. Dazu gehöre neben der Sprachanwendung beispielsweise der Chatbot, bei dem die Zurich mit ihren Kunden via Smartphone eine automatisierte und digitale Kommunikation zu reinen Informationsthemen führt, sowie Picsurance, bei dem über fast 50 Versicherungsprodukte auf Basis von Bilderkennung informiert wird.
"Jetzt life geschaltet!" werde auch die Claims Video Telefonie. Dabei handelt es sich um eine Schadensbegutachtung per Video-Telefonie für Schäden bis 3.000 Euro. "Das dient nicht nur der Effizienzgewinnung, sondern schafft auch mehr Kundenerlebnis", so Nagel. Als weitere Projekte nannte er die softwaregestützte Bearbeitung standardisierter Aufgaben über Software-Robotics von inzwischen schon 50.000 Geschäftsvorfällen pro Jahr und die Echtzeitanalyse des Gesprächspartners in der Kundenberatung.

Neue Sach- und Unfalltarife

Die neuen privaten Sach- und Unfalltarife bestehen zwei Tarifstufen mit Bausteinen, die frei kombinierbar sein sollen. "Die wichtigsten Retailprodukte haben nur wenige Fragen", so Nagel. Beispielsweise werden die Prämien in der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung allein auf Basis der Quadratmeter und der Postleitzahl berechnet. Alexa, die Sprachassistentin von Amazon, kann Versicherungsprodukte erklären, Tarife berechnen und Vermittler suchen. Nach dem Gespräch werden die Informationen sowohl in einer App eingestellt wie auch als E-Mail versendet. Möglich ist sowohl der voll digitale Abschluss als auch die Weiterleitung an einen Vermittler.
"Heute informieren sich 100 Prozent online und zwei Drittel schließen offline ab", so Nagel. Der Trend gehe zu einer Online-Abschlussquote von 50 Prozent. Daran müsse man sich proaktiv anpassen. Die Zurich werde die traditionellen Vertriebswege stärken, die Agenturen müssten aber auch online abschlussfähig werden. Zudem wolle man den Direktanbieter DA weiterentwickeln (siehe KÖPFE & POSITIONEN). (lie)
Bild: Zurich-Vorstandschef Marcus Nagel - in der Mitte Sprachbox Alexa. (Quelle: lie)
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