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Deutsche Sparer trotzen dem Niedrigzins

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die aktuelle Niedrigzinsphase scheint den deutschen Sparern derzeit wohl kaum schlaflose Nächte zu bereiten. Nach Angaben des Deutschen Bankenverbandes lag das gesamte Geldvermögen der Bundesbürger Ende 2016 mit 5,6 Billionen Euro um knapp fünf Prozent höher als ein Jahr zuvor. Größter Profiteur sind demnach die Versicherer und Pensionskassen mit einem Geldvermögen von 2,149 Billionen Euro.
Knapp dahinter folgen nach Angaben des Bankenverbandes die Sicht-, Termin- und Spareinlagen mit 2,034 Billionen Euro. Mit deutlichem Abstand folgen die Investmentfonds mit einem Vermögen von 518 Mrd. Euro. Aktien scheinen demnach bei den deutschen Sparern weiterhin nicht sonderlich anzukommen. Auf diese entfielen laut Bankenverband nur 373 Mrd. Euro oder knapp sieben Prozent des Geldvermögens.
So habe das Aktienvermögen gegenüber dem Vorjahr zwar mit neun Prozent überdurchschnittlich stark zugenommen. Ein beträchtlicher Teil davon sei jedoch auf Kurssteigerungen zurückzuführen. Deutlich stärker zugenommen hat laut Verband die Bargeldhaltung mit einem Plus von rund 18 Prozent auf 166 Mrd. Euro.
Laut einer Umfrage von Union Investment gibt es zudem deutliche Unterschiede im Sparverhalten der Bundesbürger. Demnach legen 72,4 Prozent der Bürger in Baden-Württemberg regelmäßig Geld auf die Seite. Knapp dahinter liegen demnach Niedersachsen und Bremen sowie Schleswig-Holstein mit einem Anteil von jeweils 70,5 Prozent. Schlusslichter sind hingegen Sachsen mit einem Anteil von 65,4 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern mit 60,7 Prozent und Berlin mit einem Anteil regelmäßiger Sparer von 58,3 Prozent.
Dennoch hat die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) bekanntlich nicht nur Freunde. Die DZ-Bank hatte kürzlich die finanziellen Folgen der Politik des billigen Geldes ausgerechnet. So habe der deutsche Sparer allein zwischen 2010 und 2016 etwa 344 Mrd. Euro an Zinseinbußen hinnehmen müssen, rechnete DZ-Bank-Chefökonom Stefan Bielmeier vor. (vwh/td)
Bildquelle: Claudia Hautumm / PIXELIO (www.pixelio.de)
Grafikquellen: Bankenverband / Statista
Deutscher Bankenverband · Sparer · Bankenverband
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