Unternehmen & Management

Studie: Chefs der Allianz und Munich Re sind ihr Geld wert

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Zahlen sich hochdotierte Manager für ihre Unternehmen und Aktionäre aus? Bei den Dax-Versicherern Allianz und Munich Re sieht es so aus. Sie überzeugen im Pay-for-Performance-Check des Handelsblatts auf den Plätzen zwei und sechs. Die Analyse der 30 Dax-Konzerne zeigt: Vorstandschefs, die die größten Werte schaffen, gehören nicht unbedingt zu den Topverdienern.
Die Wissenschaftler Michael Wolff und Sebastian Firk von der Universität Göttingen haben für das Handelsblatt die 30 Konzerne des Deutschen Aktienindexes (Dax) analysiert. Einerseits wird dabei die Summe der CEO-Vergütung in den fünf Jahren von 2012 bis 2016 mit der externen Wertschaffung verglichen. Da wird die Aktienrendite mit der Marktkapitalisierung multipliziert. Andererseits geht es um die Steigerung des internen Wertes, gemessen am sogenannten Economic Value Added. Damit ist der operative Gewinn nach Steuern abzüglich der Kapitalkosten gemeint – eine weit verbreitete interne Kennziffer wertorientierter Unternehmenssteuerung.
Die Analyse zeigt, wie viel interner und externer Wert für jeden Euro CEO-Vergütung geschaffen wurde. BASF etwa steht bei der internen Wertschöpfung auf Platz eins, bei der externen auf Rang zwei. In Zahlen: Intern stehen im Zeitraum von 2012 bis 2016 einem Euro Vergütung für BASF-Chef Kurt Bock 438 Euro Mehrwert gegenüber. Extern sind es 2.046 Euro. Auf Platz zwei folgt die Allianz. Der Versicherer schafft eine externe Wertschöpfung  in Höhe 1.888 Euro, intern 378 Euro. Die CEO-Vergütung bei der Allianz lag für den Zeitraum 2012 bis 2016 bei etwa 28,4 Mio. Euro. 2017 erreichten im Dax bislang neun Aktien ein neues Allzeit-Hoch, die Allianz-Aktie müsste etwa 54 Prozent noch gewinnen, um ihre Bestmarke vom 4. April 2000 zu schlagen.
Das Führungstrio aus BASF, Allianz und Bayer zeichne sich dadurch aus, "über die Jahre 2012 bis 2016 eine gute Performance abgeliefert, jedoch vergleichsweise zurückhaltend vergütet" worden zu sein, wird Studienautor Michael Wolff im Handelsblatt zitiert. Munich Re landet auf Platz 6 (Externe Wertschöpfung: 1.146 Euro, intern: 333). Schlusslichter des Pay-for-Performance-Rankings sind die Energiekonzerne Eon und RWE und die Geldinstitute Commerzbank und Deutsche Bank. Mit entscheidend für erfolgreiches Abschneiden sind auch die Vergütungssysteme der Unternehmen, die Wertsteigerungen honorieren und Manager zwingen, zum Nutzen des Unternehmens und der Eigentümer zu handeln. (vwh/dg)
Bildquelle: Stephanie Hofschlaeger / PIXELIO / www.pixelio.de
Allianz · Munich Re
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