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Streit um Fliegerbombe: Axa geht in die nächste Runde

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Rechtsstreit um die Sprengung der Fliegerbombe im Münchener Stadtteil Schwabing geht in die nächste Runde. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung will die Axa nun vor das Oberlandesgericht München ziehen, um seinen Schadensersatzanspruch von genau 410.565,76 plus Zinsen geltend zu machen. Bereits Anfang Februar dieses Jahres hatte die Vorinstanz die Klage zurückgewiesen.
Der Versicherer begründet seine Klage nach wie vor damit, dass die Sprengung "grob fehlerhaft durchgeführt worden" sei. So habe es unter anderem nicht dem Stand der Technik entsprochen, Strohballen statt die üblichen Wasser- oder Sandsäcke zur Dämmung zu verwenden, kritisiert die Axa. Zudem müsse die Stadt München für die Kollateralschäden haften, da sie für die öffentliche Sicherheit verantwortlich sei.
Die Richter des Münchener Landgerichts hatten die Forderung des Versicherers bereits im Februar 2017 zurückgewiesen mit der Begründung, die Stadt sei der falsche Adressat für mögliche Schadensersatzforderungen. Vielmehr sei das bayerische Innenministerium der richtige Ansprechpartner für mögliche Forderungen.
Nach Angaben der SZ soll der Rechtsstreit nun im November 2017 vor dem OLG München fortgesetzt werden. Interessant dürfte die Verhandlung auch für andere Versicherer sein. Laut Münchener Merkur soll die Allianz den Schaden durch die fehlerhafte Sprengung auf etwa 2,5 Mio. Euro beziffern, während die Versicherungskammer Bayern für etwa 2,3 Mio. Euro aufgekommen sei.
Die Axa selbst hat sich bis Redaktionsschluss auf Anfrage von VWheute nicht dazu geäußert. (vwh/td)
Bildquelle: Axa
Axa · Fliegerbombe · München · Schwabing
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