Politik & Regulierung

Rekordstrafe in Millionenhöhe wegen Babypuder

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Babypuder wird bereits seit Jahrzehnten zur Pflege von Babypopos eingesetzt. Bei erwachsenen Frauen kann dies hingegen nicht immer sonderlich positive Folgen haben, wie ein aktueller Fall aus den USA beweist. So hat ein US-Gericht den Pharma- und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson zu einer Rekordstrafe von 417 Mio. US-Dollar (etwa 353,6 Mio. Euro) verurteilt.
Der Grund: Die Klägerin hatte jahrelang ein Talkumpuder des Unternehmens zur Intimpflege verwendet. Im Jahre 2007 wurde bei ihr dann Eierstockkrebs diagnostiziert, berichtet das Manager Magazin. Dabei waren entsprechende Produkte laut Bericht wohl schon desöfteren der Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen. So hatte ein Gericht in St. Louis bereits im Mai 2017 einer Frau, die ebenfalls an Eierstockkrebs erkrankt war, 110,5 Mio. US-Dollar zugesprochen. Laut Nachrichtenagentur AP seien in den USA bereits über 1.000 Klagen gegen J&J angestrengt worden.
Laut Manager Magazin soll der Konzern zudem vom Krebsrisiko des Talkumpuders gewusst haben. "Johnson & Johnson hat über 30 Jahre viele Alarmglocken läuten gehört, aber die Käuferinnen seines Produkts nicht darüber informiert", wird der Anwalt einer Klägerin zitiert. Das Unternehmen selbst wies den Vorwurf zurück. Wissenschaftliche Studien hätten demnach die Unbedenklichkeit des Produktes belegt. Dennoch bereite sich Johnson & Johnson auf weitere Klagen vor. (vwh/td)
Bildquelle: Q.pictures / PIXELIO (www.pixelio.de)
Babypuder · Johnson & Johnson
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