Politik & Regulierung

Kopfgeldvorwurf: AachenMünchener kontert Bild-Zeitung

Von David GorrTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Seit Juni ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes in Ballenstedt (Harz). Zwei Monate nach dem Brandanschlag auf einen 45-Jährigen fehlt jede Spur vom Täter. Um diesen zu fassen, habe die AachenMünchener angeblich ein "Kopfgeld" in Höhe von 5.000 Euro ausgesetzt, schreibt die Bild. Gegenüber VWheute erklärt der Versicherer, dass es sich um eine Belohnung für Hinweise handelt. Das Vorgehen sei durchaus üblich.
Gesucht wird der Brandstifter, der in der Nacht zum 21. Juni das Haus von Marco B. anzündete. Der Ballenstedter überlebte, weil eine Passantin den Feuerschein sah und Alarm schlug. Der finanzielle Schaden beim Hausbrand sei laut Polizei erheblich. "Die ausgelobte Belohnung gibt es für Hinweise, die zur Ermittlung und Verurteilung des für den Wohnhausbrand verantwortlichen Täters führen", erklärt Beatrix Mertens, Pressesprecherin der Polizeidirektion Nord in Magdeburg.
"In vergleichbaren Schadenfällen ist es nicht unüblich, dass die ermittelnden Behörden den Versicherer bitten, die Ermittlungen durch Auslobung einer Belohnung zu unterstützen", betont die AachenMünchener auf Anfrage. Schließlich verfüge die Polizei und Staatsanwaltschaft meist nicht über die Mittel, "über eine solche Belohnung einen Anreiz zu schaffen, um Hinweise aus dem Täterumfeld zu erlangen." Somit handele es sich keinesfalls um einen "Alleingang des Versicherers".
Die AachenMünchener gibt zu, dass sie selbstverständlich ein Interesse daran habe, den Täter zu fassen, um gegebenenfalls eine Rückgriffsmöglichkeit (Regress) gegen diesen zu haben. "In der Praxis kommt dies zwar im Erfolgsfall selten zum Tragen, da häufig bei dem Täter 'nichts zu holen' ist. Jedoch machen wir dies vielfach auch im Hinblick auf die meist gute Zusammenarbeit mit der Kripo sowie der Verantwortung für das Allgemeininteresse an der Strafverfolgung", erklärt der Versicherer. (vwh/dg)
Bildquelle: Robert Babiak  / PIXELIO / www.pixelio.de
Generali · Aachen Münchener
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