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Auslandsmärkte und Kapitalerträge pushen HDI Global

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Zum 30. Juni 2017 hat die HDI Global SE ihre gebuchten Bruttoprämien mit 2,8 (VJ: 2,7) Mrd. Euro um 3,3 Prozent gesteigert. Hierzu trugen insbesondere die Niederlassungen in Frankreich, Belgien und Japan bei. Die französische und die belgische Depandance verzeichneten einen Prämienzuwachs von rund zehn Prozent. In Japan nahmen die Beitragseinnahmen um mehr als 40 Prozent zu.
Das operative Geschäft des Industrieversicherers war neben den Prämiensteigerungen von einer geringen Großschadenbelastung und der weiteren Portfolio-Optimierung gekennzeichnet: Das Ebit stieg im Berichtszeitraum um 13,3 Prozent auf 162 (VJ: 143) Mio. Euro. Das Konzernergebnis profitierte zusätzlich von einer niedrigeren Steuerquote und lag nach einem Plus von 23,4 Prozent bei 112 (VJ: 91) Mio. Euro.
"Die HDI Global SE hat im ersten Halbjahr 2017 einen sehr zufriedenstellenden Geschäftsverlauf verzeichnet. Die Maßnahmen zur Portfoliooptimierung zeigen weiter positive Wirkung. Insbesondere auf dem internationalen Markt konnten wir unsere Prämieneinnahmen spürbar steigern", betonte Christian Hinsch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Talanx AG und Vorstandsvorsitzender der HDI Global SE.

"Steigende Abschlussquote" bei Cyber-Policen

"Beim immer wichtiger werdenden Thema Cyber-Versicherungen sehen wir ein großes Interesse der Industrie und eine steigende Abschlussquote". In Deutschland sei für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von fünf bis 50 Mio. Euro sogar ein Online-Abschluss möglich. Für die nächsten Jahre werden hier deutliche Zuwächse erwartet. In der ersten Jahreshälfte wurden bereits mehr Anfragen gestellt als im Gesamtjahr 2016. Dazu trage bei, dass das Angebot bereits auf mehrere Länder ausgeweitet wurde, darunter die Niederlande, Großbritannien, Österreich und die Schweiz.
Die Selbstbehaltsquote des Industrieversicherers lag mit 54,4 (VJ: 52,7) Prozent strategiekonform über dem Vorjahresniveau. Dies resultierte vor allem aus geringeren Abgaben an externe Rückversicherer in den Sparten Haftpflicht und Kraftfahrt. Die kombinierte Schaden/Kostenquote verbesserte sich auf 97,2 (VJ: 97,8) Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg auf 32 (VJ: 25) Mio. Euro.

HDI will internationaler werden

Das Kapitalanlageergebnis nahm im ersten Halbjahr 2017 um 25,7 Prozent auf 137 (VJ: 109) Mio. Euro zu. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verbesserte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 97,8 (VJ: 98,1) Prozent. Das Konzernergebnis stieg auf 53 (VJ: 43) Mio. Euro. Der Industrieversicherer erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2017 rund 61 Prozent seines Bruttoprämienvolumens im Ausland, 39 Prozent wurden im Heimatmarkt Deutschland erzielt.
Im Jahr 2019 will die HDI Global SE zwei Drittel ihres Bruttoprämienvolumens im Ausland erzielen. Im Rahmen ihrer anhaltenden Internationalisierung will sie die Nähe zum Kunden durch zusätzliche Bürostandorte sichern. In den Berichtszeitraum fielen Büroeröffnungen in Brisbane (Australien) und Bern (Schweiz). (vwh/wo)
Bild: HDI-Gebäude in Köln. (Quelle: HDI / Thomas Bach)
HDI Global
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