Märkte & Vertrieb

So soll der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wie werden Menschen künftig arbeiten? Immerhin 40 Prozent der Unternehmen sehen sich bei der Entwicklung des Arbeitsplatzes der Zukunft "relativ weit fortgeschritten". Dagegen steht das Empfinden der Angestellten. Fast 80 Prozent empfinden ihren Arbeitsplatz als "weit entfernt" oder "nur ansatzweise so" wie sie sich den Arbeitsplatz der Zukunft vorstellen.
Diese Ergebnisse hat Umfrageinstitut IDG Research Services in Zusammenarbeit mit dem Telekommunikationsunternehmen Sipgate ermittelt und in der Studie "Arbeitsplatz der Zukunft" bereits teilweise präsentiert. Die komplette Studie wird auf der Messe "Zukunft Personal" am 20. September 2017 in Köln präsentiert werden.
Ein interessanter Aspekt der Untersuchung ist, dass sich jedes siebte Unternehmen die Frage nach einem Arbeitsplatz der Zukunft noch gar nicht gestellt hat. Dazu gehört die Axa nicht, die in dieser Frage bereits zur Tat schritt und dabei Lot wie Maurerkelle schwingt. Bis zum Jahr 2020 soll jeder der 16 Axa-Standorte in Deutschland nach dem Prinzip "New Way of Working" umgebaut sein.
Immerhin, der Arbeitsplatz der Zukunft wird als eine der wichtigsten Herausforderungen der in der Studie befragten Unternehmen wahrgenommen, noch vor den Themen Personal, Produktion und Vertrieb. Lediglich die IT-Sicherheit nimmt einen höheren Stellenwert ein. Sowohl die Mitarbeiter wie auch die Unternehmen sehen die Themen Mobilität und Technologie bei der Einrichtung neuer Arbeitsplätze als besonders wichtig an.

Versicherer haben die Zeichen verstanden

Ein Arbeitsplatz muss neue Arbeitszeitmodelle und freie Zeiteinteilung berücksichtigen und darüber hinaus den Datenzugriff von daheim ermöglichen. Daneben soll auch das lebenslange Lernen unterstützt werden, dass in einer zunehmend technisierten Welt immer größere Bedeutung einnimmt. Versicherer wie die Allianz, die Versicherungskammer Bayern und die Huk setzen bei diversen Weiterbildungen bereits auf Online-Seminare, Video-Tutorials, Softwareforen und eLearning Angebote, die dem Angestellten in seiner gewohnten Arbeitsplatzatmosphäre angeboten werden – mehr zum Thema finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft.

Einbeziehung der Mitarbeiter

Die Arbeitgeber wollen laut der Studie ihren Mitarbeitern einen passgenauen Arbeitsplatz bieten, verpassen es aber, die Mitarbeiter mitzunehmen. Laut der Studie informieren nur 31 Prozent der Unternehmen die Arbeitnehmer regelmäßig über die Transformation.
Tim Mois, CEO und Gründer von Sipgate, fasst den Nutzen der Untersuchung zusammen: "Mit der Studie haben wir einen echten Wegweiser bekommen, wohin der Trend geht, was einen attraktiven Arbeitgeber ausmacht und welche technischen und kulturellen Lösungen für einen Arbeitsplatz der Zukunft unabdingbar sind. Etwa birgt es Risiken, dass nur jedes dritte Unternehmen seine Mitarbeiter kommunikativ in den Transformationsprozess zum Arbeitsplatz der Zukunft einbindet."
Er fährt fort: "Mitarbeiter könnten den Wandel nicht verstehen, sich übergangen fühlen und schließlich gehen. Da gibt es auf jeden Fall noch Nachholbedarf bei den Unternehmen – aber auch, was zum Beispiel die technische Ausstattung und Cloud-Lösungen angeht." (vwh/mv)
Bild: Büroarbeitsplatz (Quelle: Rainer Sturm / PIXELIO / wwww.pixelio.de)
Axa · Zukunft · Weiterbildung · Arbeitsplatz
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