Politik & Regulierung

IPID: "Beipackzettel" ohne Info zu Provsionen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die EU-Kommission hat am Freitag einen "Beipackzettel" für nicht-anlagebasierte Versicherungen (Insurance Product Information Document, kurz: IPID) beschlossen. Demnach müssen die Vermittler ihren Kunden beim Abschluss entsprechender Produkte ab Februar 2018 vor Vertragsabschluss ein entsprechendes Dokument aushändigen. Allerdings findet sich in der Endfassung kein Wort zu einer Offenlegung von Provisionen.
Demnach sieht die finale Verordnung der EU-Kommission vor, dass lediglich die Gesamtkosten müssen angegeben werden, berichtet das Finanzmagazin Fonds Professionell. Gemäß Vertriebsrichtlinie IDD müssten die Vermittler jedoch angeben, ob sie Provisionen erhalten oder gegen Honorar arbeiten.
Laut Bericht soll der geforderte "Beipackzettel" künftig folgende Informationen umfassen: Die Art der Versicherung, den Umfang der gedeckten Risiken, die Prämien und deren Zahlungsweise, die wichtigsten Ausschlüsse für ein Eintreten des Versicherungsfalles sowie die Pflichten des Kunden, um Schäden vom Versicherer erstattet zu bekommen. Zudem sollen auch die Angaben zu Laufzeit, Anfangs- und Enddatum des Vertrags und Einzelheiten zum Vertragsende darin enthalten sein.
Diese Angaben sollen zudem nach dem Willen der EU-Bürokraten "in klarer, präziser und nicht irreführender" Landessprache gemacht werden. Zudem solle das Dokument nicht mehr als drei Seiten umfassen. Die offiziellen Vertragsunterlagen soll das neue Dokument hingegen nicht ersetzen. Laut Finanzmagazin plant die EU-Kommission zudem weitere technische Verordnungen, mit denen einzelne Bestimmungen der EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD präzisiert werden sollen. Dazu zähle auch eine Definition von nicht-komplexen Versicherungsanlageprodukten. (vwh/td)
Bildquelle: Axa
EU-Kommission · Beipackzettel
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