Politik & Regulierung

Heißer Kampf um den Wahlgipfel

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Der Bundestagswahlkampf kommt jetzt in die heiße Phase. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist nach ihrem Wanderurlaub auf den Gipfeln Südtirols wieder im Dienst. Unterdessen kämpft die SPD in Bayern im Rahmen ihrer "Bergauf-Tour" um Wählerstimmen. Laut jüngstem ZDF-Politbarometer liegen CDU/CSU mit einem Anteil von 40 Prozent deutlich vor den Sozialdemokraten mit 24 Prozent. Linke, Grüne, FDP und AfD stehen bei jeweils acht Prozent.
Merkel kann der Wahl gelassen entgegensehen, auch wenn sie an Popularität etwas eingebüßt hat. So wird die Kanzlerin diese Woche nach ihrem Urlaub wieder die Kabinettssitzung am Mittwochmorgen leiten. Schaut man sich die jüngsten Medienberichte an, dann scheint Merkel ihre eigene Wahlkampfstrategie zu haben. Merkel entziehe sich dem Wahlkampf, heißt es in Medienberichten.
Am Mittwoch wird sich die Kanzlerin allerdings in einem Live-Interview den Fragen von vier Youtubern stellen. Merkels Herausforderer, der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz, wird Morgen in Berlin im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Berliner Reden zur Integrationspolitik" seine Leitgedanken über eine zukünftige Integrationspolitik darlegen. Danach macht Schulz Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern, wobei er von der stellvertretenden SPD-Vorsitzenden und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig unterstützt wird.
Den Generalsekretären von CDU und SPD, Peter Tauber und Hubertus Heil, fällt derzeit der kämpferische Teil des Wahlkampf zu. Tauber will nach eigenen Angaben in über 50 Wahlkreisen Flagge zeigen. Er wolle dort die Kandidaten unterstützen gemäß dem Motto "der General an die Front", wie er es in einem Zeitungsinterview formulierte. Heil wird nach SPD-Angaben am Donnerstag vor der Presse in Berlin weitere Elemente der SPD-Wahlkampagne vorstellen. Dabei besteht für Journalisten auch die Möglichkeit mit SPD-Neumitgliedern zu sprechen und Berliner SPD-Kandidaten beim Tür-zu-Tür-Wahlkampf zu begleiten.
Umfragen bleiben letztlich Umfragen und der Wähler entscheidet erst am 24. September 2017 mit seiner Stimmabgabe den Wahlausgang. Sollten sich die Ergebnisse des ZDF-Politbarometers allerdings bestätigen, dann wäre eine Regierung gegen die Union kaum möglich Dass Linke und FDP in einer Regierung sitzen, die bestenfalls eine marginale Mehrheit hätte, kann man wohl ausschließen.
Eine stabile Mehrheit hätte eine erneute große Koalition oder eine schwarz-gelb-grünes Bündnis. Anfang September findet noch einmal eine Sitzung des Deutschen Bundestags statt. Dann werden in einer dreieinhalbstündigen Debatte zur Lage in Deutschland noch einmal die Meinungen öffentlichkeitswirksam aufeinander prallen. (brs)
Bildquelle: birgitH / PIXELIO (www.pixelio.de)
Bundestagswahl · Wahlkampf
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