Politik & Regulierung

Deutsche bevorzugen Sicherheit statt Rendite

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Bundesbürger gelten bekanntlich eher als risikoscheu - auch beim Thema Rente. Eine Studie von Aon Hewitt in Kooperation mit dem Statistikportal Statista hat nun die Risikofreudigkeit der Deutschen untersucht. Das zugegeben wenig überraschende Ergebnis: Gerade einmal ein Viertel der deutschen Arbeitnehmer ist bereit, für eine höhere Rente Risiken in Kauf zu nehmen.
Befragt nach Altersgruppen nimmt die Risikobereitschaft laut Umfrage mit zunehmendem Alter entsprechend ab. Demnach sind in der Altersgruppe der ganz jungen Beschäftigten unter 25 Jahren lediglich 41 Prozent bereit, für höhere Renditen auf Garantien zu verzichten. Nur 13 Prozent der Befragten setzen hier vorrangig auf Sicherheit.
Komplett umgekehrt sieht es hingegen in der Altersgruppe der 55- bis 65-Jährigen aus: Während 53 Prozent in jedem Fall auf Sicherheit setzen, würden immerhin 22 Prozent der Befragten ein gewisses Risiko für mehr Rendite in Kauf nehmen. Zum Vergleich: Altersübergreifend geben 41 Prozent der deutschen Arbeitnehmer in Fragen der Rente der Sicherheit den absoluten Vorrang. Lediglich 26 Prozent zeigten sich hier risikofreudiger.
"Hier müssen die Unternehmen jetzt extrem viel Überzeugungsarbeit leisten. Die internationalen Erfahrungen von Aon Hewitt zeigen deutlich, dass die bisher in Deutschland üblichen Garantien die Renten deutlich reduzieren," kommentiert Fred Marchlewski, Geschäftsführer von Aon Hewitt, das Ergebnis. "Garantien erzwingen eine sehr konservative Anlagestrategie und kosten deshalb viel Geld", ergänzt Torsten Köpke, Head of Investment Consulting bei Aon Hewitt. (vwh/td)
Bildquelle: Rainer Sturm / PIXELIO (www.pixelio.de)
Rente · Aon Hewitt
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