Märkte & Vertrieb

Schaden- und Unfallversicherer bringen das Geld ein

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Einen versicherungstechnischen Gewinn von 2,3 Mrd. Euro erzielten die Schaden- und Unfallversicherer im Jahr 2016. Der Rückgang um 200 Mio. gegenüber 2015 ist bei den guten Solvency-Zahlen verschmerzbar. Die Schadensituation ist günstig, es bleibt Geld über, um damit die Kollegen von der Lebensversicherung zu stützen. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Marktausblick der Ratingagentur Assekurata.
"Bereits in Vorbereitung auf Solvency II hatten einige Schaden/Unfallversicherer konzerneigene Lebens- und Krankenversicherer durch Kapitalzuführungen gestärkt. Bei einem weiter anhaltenden Niedrigzinsumfeld sind weitere Kapitalzuführungen nicht ausgeschlossen", sagt Dennis Wittkamp, Senior-Analyst der Assekurata Assekuranz Rating-Agentur GmbH und Autor der Untersuchung.

Hausrat-, Unfall-, und Haftpflichtversicherung

Die Gesellschaften profitierten von den sehr "stabilen Erfolgsbeiträgen" in der Hausrat-, Unfall-, und Haftpflichtversicherung. Dagegen halten die Sanierungsbemühungen in der Kfz- und Wohngebäudeversicherung laut Assekurata weiter an. Die Versicherer konnten jedoch in den beiden letztgenannten Versicherungen Beitragsanpassungen durchsetzen.

Weniger Schäden, gute Prognose

Das Jahr 2017 zeigt sich bislang freundlich gegenüber den Schaden und Unfallversicherern, trotzt Unwettern wie Sturmtief Thomas. Zugenommen haben die Elementarschäden. Wittkamp ist von einem guten Jahresverlauf überzeugt: "Unter der Voraussetzung, dass weitere flächendeckende Elementarschäden ausbleiben, dürfte die Branche 2017 erneut einen nennenswerten versicherungstechnischen Gewinn ausweisen."

Starkes Solvency-Ergebnis

Die Bafin und deren obersten Versicherungsaufseher Frank Grund dürfte freuen, dass die Solvency-Zahlen sehr gut sind. Der Marktdurchschnitt der 166 Schaden und Unfallversicherer beträgt rund 265 Prozent. Ein Großteil der Branche weist Quoten oberhalb der 200 Prozent-Marke auf, lediglich ein Drittel findet sich unter dieser Marke wieder. Quoten um die 100 Prozent sind nur bei "wenigen Marktteilnehmern" zu beanstanden. (vwh/mv)
Bild: Elementarschäden nehmen zu (Quelle: Axa)
Grafikquellen: Assekurata
Marktforschung · Unfallversicherung · Schadenversicherung · Assekurata
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