Unternehmen & Management

Generali solide, Leben bleibt hinter Erwartungen zurück

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Erwartungen der Finanzmärkte hat der Triester Löwe mit seinen Zahlen fürs erste Semester, die gestern in Mailand präsentiert wurden, wohl klar übertreffen können. Erreicht wurde dieses Ziel vor allem durch die erheblichen Zuwächse in der Schadenssparte. Der weltweit operierende Konzern sieht sich laut CEO Philippe Donnet in seiner strategischen Ausrichtung bestätigt.
Die akkumulierte Dividende für den Zeitraum 2015 bis 2018 betrage über fünf Mrd. Euro. "Es handelt sich um ein hervorragendes Ergebnis, gerade im Hinblick auf ein Marktumfeld, das noch immer von niedrigen Zinsen charakterisiert ist", so Donnet bei der Vorstellung der Zahlen. Die Börsen reagierten auf die guten Nachrichten aus Triest mit Kursaufschlägen für die Generali-Aktie. Für das positive Resultat sind nach Ansicht der Analysten in erster Linie die guten Ergebnisse der Generali-Bank und die erfreuliche Entwicklung im Bereich Schaden verantwortlich.
Der italienische Großversicherer konnte seinen Gewinn im ersten Halbjahr um 1,22 Mrd. Euro oder 3,7 Prozent in allen operativen Bereichen steigern. Die Prämieneinnahmen hingegen stabilisierten sich bei 36,5 Mrd. Euro. Das ist ein leichter Rückgang um 0,8 Prozent. Während die Einnahmen in der Sparte Schaden um 1,5 Prozent auf 11,3 Mrd. Euro (Combined Ratio 92,9 Prozent) wuchsen, blieb die Sparte Leben hinter den Erwartungen zurück. Hier schrumpften die Prämieneinnahmen um 1,8 Prozent auf 25,3 Mrd. Euro. Als Grund sehen Marktbeobachter die größere Differenzierung der Verbraucher in ihrer privaten Anlagepolitik; die Lebensversicherung sei längst nicht mehr das klassische Anlageprodukt erster Wahl.
Der Konzern hingegen sieht in diesem Trend keinen Grund zur Besorgnis. Der Netto-Ertrag im Bereich Leben belaufe sich immerhin auf satte 5,7 Mrd. Euro, kontert der Generali-Chef. "Mit dieser Zahl liegen wir im Spitzenbereich des Marktes, wenn wir nicht gar Marktführer sind." Im Übrigen habe Generali die Qualität seiner Produkte weiter erhöhen können. "Die Halbjahreszahlen bestätigen die Solidität unseres Geschäfts und die effiziente Umsetzung unseres Wandlungsprozesses, um Generali simpler & smarter zu machen", so Donnet. (mf)
Bild: Philippe Donnet (Quelle: Generali / Piranha_Photography)
Generali · Philippe Donnet
Auch interessant
Zurück
30.08.2018VWheute
Patent­strei­tig­keiten: Deutsch­land belegt Rang drei hinter China und den USA Die Häufigkeit und Schwere von Rechtsstreitigkeiten um geistiges …
Patent­strei­tig­keiten: Deutsch­land belegt Rang drei hinter China und den USA
Die Häufigkeit und Schwere von Rechtsstreitigkeiten um geistiges Eigentum nimmt global zu. Und trotzdem können internationale Unternehmen die finanziellen Auswirkungen ihrer IP-Risiken oft nicht …
15.08.2018VWheute
Swiss Life zeigt starkes Wachstum im ersten Halb­jahr Am Geschäftsverlauf kann es offensichtlich nicht liegen, dass Swiss Life Finanzchef Thomas Buess…
Swiss Life zeigt starkes Wachstum im ersten Halb­jahr
Am Geschäftsverlauf kann es offensichtlich nicht liegen, dass Swiss Life Finanzchef Thomas Buess per März 2019 von seinem Posten zurücktritt und der bisherige Chief Risk Officer Matthias Aelig (47) an dessen Stelle tritt. Der …
07.08.2018VWheute
Gene­rali will zukaufen Gestern verkaufen, morgen kaufen. Der Generali-Konzern hat offenbar genug vom trennen und will als Aktivposten auf dem Markt …
Gene­rali will zukaufen
Gestern verkaufen, morgen kaufen. Der Generali-Konzern hat offenbar genug vom trennen und will als Aktivposten auf dem Markt auftreten. Im Blick der Italiener stehen die Sachversicherung und der Vermögensverwaltung. Geld ist vorhanden, denn die Verkäufe …
08.12.2017VWheute
Ex-Linde-Chef vertei­digt private Kran­ken­ver­si­cherer Der Ruf nach einer Bürgerversicherung ist in den letzten Tagen unüberhörbar geworden. In der …
Ex-Linde-Chef vertei­digt private Kran­ken­ver­si­cherer
Der Ruf nach einer Bürgerversicherung ist in den letzten Tagen unüberhörbar geworden. In der Debatte um Pro und Contra erhalten die privaten Krankenversicherer nun unerwartete Rückendeckung vom ehemaligen Linde-Chef …
Weiter