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Kein Auslandsreiseschutz in Somalia

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der versuchte Putsch in der Türkei im letzten Jahr hat gezeigt, wie schnell selbst ein bis dato ein sicheres Land in einen kriegsähnlichen Zustand fallen kann. Was bedeutet Krieg für einen Touristen, der sich im Land befindet, VWheute hat beim Reiseschutzexperten ERV anhand der Beispiele Türkei und Somalia nachgefragt.
Neben dem Vorfall in der Türkei hat noch ein weiterer Aspekt das Interesse an der Thematik angefacht. Ein deutscher Fernsehsender begleitet einen britischen Kriegstouristen auf seiner Tour. Aktuell ist Somalia das Ziel des Mannes, ein Land im Osten Afrikas, in dem staatliche Ordnung bereits seit Jahrzehnten unbekannt ist und in dem Piraten den internationalen Schiffsverkehr in der Nähe der Küste bedrohen. Es besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.
Wäre der Mann in Somalia versichert und wie steht es um den Schutz eines Touristen mit Auslandsreiseversicherung, wenn in seinem Urlaubsland ein Putsch geschieht und das Land zeitweise in einen Krieg oder kriegsähnlichen Zustand fällt – ERV, Reiseversicherer der Ergo, weiß Rat und erklärt, warum das Auswärtige Amt für die Klärung strittiger Fälle so wichtig ist.
"Schäden aus Krieg, Bürgerkrieg und kriegsähnliche Ereignisse sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Für Somalia besteht zusätzlich eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Damit hätte der o.g. Brite keinen Versicherungsschutz", schreibt der Versicherer. Das klingt einleuchtend. Das Auswärtige Amt ist die maßgebliche Instanz, bei der Bewertung von Stabilität wie ERV auf Nachfrage nochmals bestätigt: "Ja, das Auswärtige Amt gibt in Deutschland Reisewarnungen sowie Teilreisewarnungen heraus, wenn in einem Land Krieg herrscht."

Putsch und kriegsähnliche Zustände

Ein Krieg ist nicht immer so leicht zu erkennen, wie es den Anschein hat. Für einen Touristen vor Ort dürfte es sogar beinahe unmöglich sein, den Zustand zu bestimmen, besonders wenn er sich in einem Teil des Landes befindet, indem kein Konflikt herrscht oder ausgebrochen ist.
Die Versicherten sind aber nicht schutzlos. "Erfolgt die Reisewarnung während des Aufenthalts in dem Land, besteht für die ersten 14 Tage noch Versicherungsschutz, dann nicht mehr", schreibt die ERV. Ob und wann in einem Land gefährliche Zustände herrschen, "darüber kann man sich auf der Seite des Auswärtigen Amts informieren". (vwh/mv)
Bild: Piraten in Somalia (Quelle: dpa)
Türkei · ERV · Auslandsreisekrankenversicherung · Somalia
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