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EZB nimmt sich Pensionsfonds zur Brust

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Europäische Zentralbank (EZB) will die statistischen Berichtspflichten für Pensionsfonds erhöhen und vereinheitlichen. Dadurch sollen genauere Einsichten darüber gewonnen werden, wie "wichtig Pensionsfonds für die Geldpolitik und die Finanzstabilität" sind. Die EZB macht Druck und will eine schnelle Umsetzung, nur hinsichtlich der Größe zeigt sie sich nachgiebig.
Nach Zahlen der EZB hat sich das Anlagevermögen von Pensionsfonds in der Euro-Zone auf 2,5 Billionen Euro annähernd verdoppelt. Es sind etwa 50 Millionen Bürger an einem solchen Fonds beteiligt. Künftig sollen die Fonds laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters quartalsmäßig Daten zu ihrem Anlagevermögen, zu Wertanpassungen und Transaktion bereitstellen. Zudem sollen nach den Plänen der Notenbanker auch über die finanziellen Verpflichtungen und Pensionskontrakte berichtet werden.
Für "kleinere Fonds" gäbe es Ausnahmen. Laut EZB-Chefstatistiker Aurel Schubert müssen weniger als zwei Prozent aller Gesellschaften – die Zahl bewegt sich zwischen 1.500 und 2.000 Fonds - die kompletten Berichtsvorgaben erfüllen.
Schubert erläutert den Sinn der höheren Berichtsanforderungen mit den Worten: "Wir werden beispielsweise viel mehr über den Anteil ihres Anlagevermögens wissen, der in Staatsanleihen investiert ist." Das Thema scheint der EZB wichtig zu sein: Am 21. September 2017 ist eine öffentliche Anhörung zu dem Vorschlag angedacht und bereits im Dezember soll das Regelwerk "auf den Weg gebracht werden". (vwh/mv)
Bildquelle: EZB
EZB · Regulation · Pensionsfonds
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