Politik & Regulierung

Politdrama um Obamacare

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Hartnäckig ist Donald Trump. Wer kann auf Anhieb sagen, wie oft der US-Präsident versucht hat, die Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama abzuschaffen. Zu Wochenbeginn hat er seine Partei vor einer erneuten Abstimmung im Senat während einer Fernsehansprache dazu aufgerufen, "das Richtige zu tun". Zuletzt war die Abschaffung der Reform an zwei Abgeordneten seiner Partei gescheitert. Und diesmal?
Das nach seinem Vorgänger benannte Obamacare bezeichnete Trump in der TV-Rede als "Alptraum" und "Tod". Die gestrige Abstimmung war die finale Option, das Programm Obamas zu beenden. Zuletzt scheiterte die Durchsetzung einer eigenen Reform an zwei Abgeordneten der Grand Old Party.
Laut Handelsblatt haben die Berechnungen der überparteilichen Rechnungsprüfer des US-Kongresses ergeben, dass mit der zuletzt von den Republikanern vorgeschlagenen Gesetzesänderung mindestens 22 Millionen Amerikaner ihre Krankenversicherung verlieren würden. Eine ersatzlose Streichung von Obamacare würde den Experten zufolge sogar für rund 32 Millionen Menschen den Verlust der Krankenversicherung bedeuten.
Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses von VWheute war das Abstimmungsergebnis im US-Senat zwar noch nicht bekannt. Mehr oder weniger sicher scheint nur, dass wohl keiner so richtig weiß, wie es mit der gesetzlichen Krankenversicherung in den USA weiter geht. Für den Präsidenten ist das Drama um Obamacare oder Trumpcare in jedem Falle eine herbe Schlappe, denn die Abschaffung des Gesundheitssystems war ein zentrales Wahlkampfversprechen Trumps. (vwh/mv)
Bildquelle: Eva Pilz / PIXELIO (www.pixelio.de)
Obamacare · Barack Obama · Donald Trump
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