Politik & Regulierung

Kein Schmerzensgeld für Ehefrau bei Impotenz

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wenn der Mann durch eine fehlerhafte Behandlung impotent wurde, steht der Ehefrau kein Schmerzensgeld zu. Der Zivilsenat des OLG Hamm hat einem entsprechenden Antrag der Klägerin und Ehefrau keine Aussicht auf Erfolg eingeräumt. Dem Mann wurde laut Klägerin bei mehrfachen Operationen an der Wirbelsäule ein Nervenschaden zugefügt, der zur Impotenz führte.
Die Ehefrau hatte ein Schmerzensgeld von 20.000 Euro vom Krankenhaus verlangt und mit ihrem erfüllten Sexualleben begründet, dass bis zu den Operationen bestand. Dem Klagebegehren ist kein Erfolg beschienen Der 3. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm führte aus, dass es an der Verletzung eines eigenen Rechtsgutes der Klägerin und damit an einer Voraussetzung für einen Schmerzensgeldanspruch fehle.
Die Klägerin habe nicht vorgelegt, dass die Impotenz bei ihr zu einem körperlichen oder psychischen Schaden geführt habe. Sie würde lediglich einen faktischen "Verlust ihrer Sexualität" geltend machen. Darüber hinaus sein anzumerken, dass eine mögliche Impotenz "keinen vollständigen Verlust der ehelichen Sexualität bedeuten müsse". (vwh/mv)
Bildquelle: Klaus Rupp / PIXELIO / www.pixelio.de
Schmerzensgeld · Urteil · Recht · Operation · Impotenz
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