Politik & Regulierung

Kfz-Versicherer darf bis zu sechs Wochen prüfen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Problem ist so alt wie die Versicherung selbst: Wie lange darf die Schadenbegleichung dauern. Der Versicherer will in Ruhe prüfen, der Geschädigte sein Geld. Ein Koblenzer Richter hat das Problem jetzt geklärt – zumindest in der Kfz-Haftpflicht. Überschreitet der Versicherer, wird es teuer. Vier bis sechs Wochen, lautete die Antwort des Landgerichts Koblenz auf die Frage.
Wird diese Frist überschritten, kann der Geschädigte den Rechtsweg beschreiten und es wird für das Unternehmen teuer, berichten die "Münstersche Zeitung" und die Frankfurter Neue Presse (FNP) unisono. Hintergrund für das Urteil der Koblenzer Richter war ein Auffahrunfall eines Bundeswehrfahrzeugs, bei der es zu Verzögerungen bei der Regulierung kam. Mehrere Fristen verstrichen, der Geschädigte klagte und die Versicherung lenkte schließlich ein, woraufhin die Klage zurückgezogen wurde. Die Verfahrenskosten musste der Versicherer übernehmen, weil die genannte Frist zur Begleichung von vier bis sechs Wochen überschritten wurde.
Mittlerweile versuchen viele Versicherer die Schadenbearbeitung mit digitalen Verfahren abzukürzen oder für sich zu nutzen. Flypper-Boss Dominik Groenen sagte im VWheute-Interview: "Besonders im Schadenfall wollen wir neue Maßstäbe setzen und unserem Kunden in dieser unangenehmen Situation ein Erlebnis bieten, das ihm die Sicherheit gibt, in professionellen, aber dennoch einfühlsamen Händen zu sein."
(vwh/mv)
Bild: Auffahrunfallschaden (Quelle: Jörg Siebauer / PIXELIO / www.pixelio.de)
Kfz · Schadenregulierung · Urteil · Kfz-Haftpflichtversicherung
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