Politik & Regulierung

Zuwanderer bringen Krankenkassen Mitgliederrekord

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die gesetzlichen Krankenkassen verzeichneten durch Zuwanderer einen neuen Mitgliederrekord. Das bedeutet zudem eine Trendwende gegen das Älterwerden der Versicherten. 2016 seien 798.000 Menschen neu bei den Krankenkassen versichert worden, berichtete die Chefin des Krankenkassen-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer. Bei den Zuwanderern handele sich um EU-Arbeitsmigranten, anerkannte Flüchtlinge sowie ehemalige Privatversicherte.
Die Zahl der zahlenden Kassen-Mitglieder stieg binnen eines Jahres von 54,6 auf heute 55,5 Millionen. "Der interessanteste Effekt, der aus der Zuwanderung resultiert, ist, dass wir da seit drei Jahren feststellen, dass der Altersdurchschnitt der gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr steigt", erklärte Pfeiffer.
Diese Neuzugänge verursachten deutlich geringere Ausgaben als die Bestandsversicherten gleichen Alters. So wurden zum Beispiel für einen 30-jährigen Mann bei den neuen Versicherten im Schnitt Ausgaben von etwas mehr als einem Euro pro Tag errechnet. Ein bereits länger Versicherter gleichen Alters komme auf etwas unter drei Euro.
Die rund 71 Millionen gesetzlich Versicherte können im kommenden Jahr - entgegen früheren Prognosen - im Schnitt mit stabilen Krankenkassenbeiträgen rechnen. Pfeiffer verwies auf eine anhaltend gute wirtschaftliche Entwicklung, die so nicht erwartet worden sei. In der Zuwanderung liege vermutlich ein Grund, warum die Ausgaben der Kassen weniger stark gestiegen seien als erwartet. (vwh/wo)
Bildquelle: Jerzy Sawluk/ PIXELIO/ www.pixelio.de
PKV · GKV · Doris Pfeiffer
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