Politik & Regulierung

Rechtsstreit um den Hund: Struppi bleibt bei Frauchen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Familiengerichte müssen sich des Öfteren mit vermeintlich absurden Streitigkeiten abgeben. Trotz ernsthafter Auseinandersetzungen verleiten Sie doch zu einem Schmunzeln. In diesem Fall, der vor dem Oberlandesgericht Nürnberg verhandelt wurde und auf den die Württembergische Versicherung aufmerksam machte,  stritten sich  Ehegatten nach ihrer Trennung, wer die einst gemeinsam angeschafften sechs Hunde bekommen soll.
Die Frau hatte beim Auszug das gemeinsame Auto und sechs Hunde mitgenommen. Ihr Mann rief das Familiengericht an und verlangte das Auto und zwei Hunde für sich. Während des Verfahrens einigten sie sich wegen des Autos, stritten aber über den Verbleib der Hunde erbittert weiter. Das Familiengericht entschied, dass sämtliche Hunde bei der Frau bleiben durften. Nach Beschwerde des Mannes bestätigte jetzt das Oberlandesgericht Nürnberg die Entscheidung.
Laut Gerichtsurteil standen die strittigen beiden Hunde, die die Ehegatten während ihrer Ehe angeschafft hatten, in ihrem gemeinsamen Eigentum. Damit konnte das Gericht sie einem der Ehegatten zuweisen. Allerdings seien die für die Zuweisung von Haushaltsgegenständen geltenden Kriterien nicht anwendbar.
Bei Hunden sei in erster Linie maßgeblich, welcher Ehegatte am stärksten an den Hunden hängt. Da beide Ehegatten große Hundeliebhaber waren, orientierte sich das Gericht am Wohl der Hunde. Dabei stellte es darauf ab, dass die Hunde im Rudel lebten und bereits durch die Trennung der Ehegatten und den zwischenzeitlichen Tod von drei Hunden eine einschneidende Änderung durchstehen mussten. Deshalb würde eine Trennung der drei verbliebenen Hunde und ein erneuter Wechsel des Umfelds und der Bezugspersonen sie zusätzlich belasten. Daher sei es nach Ansicht des Gerichts am besten für sie, wenn sie im aktuellen Umfeld beieinander, also bei der Ehefrau, blieben. (vwh/wo)
Bildquelle: Sylvia Voigt/ PIXELIO/ pixelio.de
Württembergische Versicherung · Oberlandesgericht Nürnberg
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