Politik & Regulierung

"Paul" und "Rasmund" kosten 600 Mio. Euro

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die schweren Unwetter "Paul" und "Rasmund" zwischen Ende Juni und Anfang Juli haben Schäden von rund 600 Mio. Euro verursacht. Etwa die Hälfte davon fiel für beschädigte Häuser, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetriebe an, die andere Hälfte für kaskoversicherte Autos. Das zeigt eine vorläufige Schadenschätzung der deutschen Versicherer.
"Paul" wütete vor allem in der Nordhälfte Deutschlands, besonders in Hamburg, Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Bei "Rasmunds" Starkregen in weiten Teilen Berlins und Brandenburgs fielen innerhalb von 24 Stunden über 200 Liter Regen auf einen Quadratmeter. Deutschlandweit sind es im Schnitt für ein ganzes Jahr knapp 800 Liter pro Quadratmeter. Allein der Starkregen verursachte Schäden von rund 60 Mio. Euro.

Nur 40 Prozent sind abgesichert

"Extreme Wetterlagen mit Sturm, Hagel und stärksten Regenfällen sind auch in Deutschland nichts ungewöhnliches", unterstrich Bernhard Gause, Mitglied der Geschäftsführung des GDV. Diese könnten jederzeit in jedem Landstrich auftreten und hohe Schäden anrichten. "Vielen Betroffenen wird erst danach bewusst, dass sie gegen Sturzfluten nicht versichert sind". Denn grundsätzlich gilt, dass Überschwemmungsschäden an Häusern und Hausrat nur von der Versicherung ersetzt werden können, wenn der Zusatzbaustein der erweiterten Naturgefahrenversicherung
abgeschlossen wurde. Bundesweit haben diesen nur rund 40 Prozent der Hausbesitzer "Feuer- und Sturmversicherung allein sind noch kein Vollkasko-Schutz für das Haus", so Gause. (vwh/wo)
Bild: Unwetter (Quelle: Raphael-Reischuk / PIXELIO / www.pixelio.de)
GDV · Elementarversicherung · Unwetter · Bernhard Gause
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