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Was leisten Internationale Versicherungsprogramme - und was nicht

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Zum Auftakt des diesjährigen Euroforums Internationale Versicherungsprogramme in München diskutierten die Vertreter der Wirtschaft mit den Verantwortlichen aus der Versicherungswirtschaft am Beispiel Bilanzschutz, was internationale Versicherungsprogramme leisten und welche Herausforderungen anstehen.
Internationale Versicherungsprogramme sind für Versicherungsunternehmen wie für die Kundschaft aus der Wirtschaft eine hochkomplexe Herausforderung. Eine gewisse Unschärfe hinsichtlich Risikoschutz und Compliance muss dabei akzeptiert werden.
Keine Frage, angesichts neuer Risiken wie Industrie 4.0, Nanotechnologie, Autonome Mobilität oder Cybercrime ist der Absicherungsbedarf in der Industrie gigantisch. Gleichzeitig sinkt die Risikotoleranz in den Unternehmen, ein Dilemma, welches es auf Seiten der Versicherungswirtschaft zu lösen gilt. Dabei ändert sich die Risikowahrnehmung in den Unternehmen: Kostendruck und Optimierungsprozesse führen zum Abbau von Redundanzen, gleichzeitig kann die Realisation einzelner Risiken im jeweiligen Unternehmen extreme Auswirkungen mit einem verheerenden Dominoeffekt haben, wie Reiner Hoffmann, Underwriting Lead Germany bei XL Catlin beobachtet hat. Dabei ist die bilanzielle Möglichkeit der Unternehmen zur Risikovorsorge eingeschränkt, denn generelle Pauschalrückstellungen sind nicht möglich. Die Konsequenz ist, traditionelle Versicherungsprodukte sichern operationelle Risiken nur zum Teil ab und sie können nicht bilanzübergreifend behandelt werden, erklärt Hoffmann.
Wie das Thema aber doch in den Griff zu bekommen ist, erklärte Rüdiger Kirsch, Leiter Claims International bei Euler Hermes. Dabei spielen Turnschuhe eine nicht unwesentliche Rolle, wie Kirsch in seiner langjährigen Praxis gelernt hat.
Den Finger in die Wunde legte Wiebke Maucksch, Risk Managerin bei Airbus Defence and Space in der Diskussionsrunde zum Thema Vor- und Nachteile klassischer Konzepte. Es hapere an der Kommunikation zwischen Versicherungsunternehmen, Makler und Versicherungsnehmer, und zwar speziell was die lokale Policen anbelangt, erläutert Maucksch in ihrem Vortrag. Wenn im Schadenfall der CFO in der Abteilung vorstellig wird und zur Abdeckung keine klare Aussage gegeben werden kann, stellt sich ganz schnell die Frage nach der Auswirkung auf die Unternehmensbilanz. Welche Erfahrungen die Managerin bei Airbus mit einer sehr großen Zahl unterschiedlichster Verträge gemacht hat, erläutert sie hier im Video.
Im Interview mit VWheuteTV antwortet Heiko Würtz, Head of Executive Protection bei der HDI Global SE, auf die Fragen nach den Themen und Trends Internationaler Versicherungsprogramme. Er erklärt, wo die größten Herausforderungen liegen und wie diese zu bewältigen sind. Zu guter Letzt erläutert er, welche Potenziale die Digitalisierung für die Entwicklung neuer Geschäftsfelder birgt.
(vwh/ak)
Bild: Die Vor- und Nachteile internationaler Versicherungsprogramme wurden kontrovers diskutiert. (Quelle: Alexander Kaspar)
München · Wolfgang Kirsch · Versicherungsprogramme · Euroforum · Heiko Würtz
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