Unternehmen & Management

Allianz hart am Limit: 300 IT-Stellen werden gestrichen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Stellenabbau bei der Allianz geht in die nächste Runde. Mit 300 von insgesamt 2.000 Mitarbeitern wird bei Allianz Technology fast jede siebte IT-Stelle gestrichen. Mit dem eingesparten Geld will der Münchener Konzern unter anderem seinen Umbau finanzieren. Bis Ende Oktober sollen die betroffenen Mitarbeiter nun Zeit haben, die ihnen angebotenen Abfindungen anzunehmen.
Allianz Technology beschäftigt weltweit rund 8.000 Personen, unter anderem in Indien, Rumänien und Thailand. Dort allerdings seien Medienberichten zufolge vorerst keine Stellenkürzungen geplant.
Zuvor waren Allianz-Manager von Seiten der Belegschaft mit dem Vorwurf konfrontiert worden, dass sie Tätigkeiten von Deutschland an die genannten Niedriglohn-Standorte verlagern wollten.
"Obwohl wir mit dem Smart Prices & Costs Programm erhebliche Kostenreduzierungen realisieren konnten, liegen wir noch deutlich hinter den Anforderungen, die ein interner Anbieter erfüllen muss, um konkurrenzfähig gegenüber Anbietern am Markt zu sein", lautet die interne Begründung.
Die Allianz bewegt sich gegenwärtig hart am Limit. Zuletzt hatte der Versicherer angekündigt, bis 2020 700 Stellen abbauen zu wollen. 570 seien bereits durch entsprechende Altersteilzeit-Verträge weggebrochen. Das große Ziel: Digitale Effizienz.
Indes sind die Folgen der Digitalisierung auch ein Kernthema bei den Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag für die Branche. Die Gewerkschaft Verdi hat seit Freitag Beschäftigte in Hamburg, Köln, Düsseldorf, Stuttgart, Karlsruhe, München, Nürnberg und Mannheim zum Streik aufgerufen. (vwh/mst)
Bildquelle: Allianz
Allianz · Stellenabbau
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