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Trikotgate: 1860 vor Auflösung – Bayerische mittendrin

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
In letzter Minute sagte die Bayerische am Wochenende die Teilnahme an der Trikotpräsentation von 1860 München ab, weil sich der Sponsor nicht mit Investor Hasan Ismaik einigen konnte. Absurderweise erscheint das blaue Löwenloge dennoch auf der Trikotbrust der Löwen – ohne Bezahlung.
Die Absage für die Trikotpräsentation kam so kurzfristig, dass die Trikots nicht mehr überklebt werden konnte. So zierte das Logo des Versicherers erstmal die Brust, ohne dass der Verein eine Gegenleistung erhält. "Der Stoff aus dem die Löwen sind", ist ein Trikot-Werbeclaim auf der Vereinshomepage - selten war ein Slogan so passend.

Die Gründe

Zu der geplatzten Präsentation führte wohl eine Nichteinigung der Bayerischen mit Ismaik. In einer in der Nacht versandten Pressemitteilung begründet der angedachte Sponsor sein Vorgehen. Die Verhandlungen seien "weit gediehen", allerdings läge nicht die vollständige Zustimmung aller Gesellschafter vor. "Vor diesem Hintergrund ist es nicht möglich, an der Vorstellung des neuen Trikots in Bodenmais teilzunehmen. Die Bayerische bedauert das sehr", schreibt der Versicherer laut "BILD".
Nach dem Zwangsabstieg in die Bayernliga besteht kein Vertrag mehr zwischen 1860 München und der Bayerischen.
Hintergrund der Weigerung von Ismaik sollen Bedingungen der Bayerischen sein. Der Versicherer fordert nach Medienberichten für ein Darlehen in Höhe von zwei Mio. Euro einen Sitz im Aufsichtsrat. Darüber hinaus soll Ismaik ein Darlehen in Höhe von zehn Mio. Euro stunden. Dazu sei der Investor nicht bereit.
Die Geduld der Bayerischen scheint begrenzt. Vorstand Martin Gräfer gegenüber Bild: "Wir stehen bereit. Aber nur, wenn der Neuanfang eindeutig zu erkennen ist. […]. Die Struktur des Vereins in seiner jetzigen Form würden wir nicht weiter unterstützen. Der schwelende Dauerstreit, das geht mit uns nicht mehr."

Streit mit der Allianz

Den ’60ern droht die Pleite, auch, weil der Streit um den Stadionnamen noch nicht entschieden ist. Die Allianz droht mit einer Mio.-Strafe, wenn der Verein nach dem Umzug in das Grünwalder Stadion den Sponsorennamen nicht übernimmt – VWheute berichtete. Blöd, dass das Stadion der Stadt gehört. (vwh/mv)
Bild: Ein Bild aus besseren Zeiten: Martin Gräfer und Peter Cassalette , Ex-Präsident des TSV 1860 München.
Allianz · die Bayerische · TSV 1860 München · Hasan Ismaik
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