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Lebensversicherer sorgen vor

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Lebensversicherung ist und bleibt das größte private Kapitalsammelbecken in Deutschland. 2016 hat die Branche erstmals mehr als eine Billion Euro für ihre Kunden angelegt. Das geht aus der Publikation „Die deutsche Lebensversicherung in Zahlen 2017“ hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft veröffentlicht hat.
Demnach wuchs der Kapitalanlagenbestand im abgelaufenen Jahr um 4,3 Prozent auf 923 Mrd. Euro (VJ: 885). Hinzu kamen noch rund 102 Milliarden Euro (VJ: 96) an Kapitalanlagen für fondsgebundene Policen. Das sind 5,9 Prozent. "Der erfolgreiche und nachhaltige Aufbau dieses Kapitalstocks ist die Grundlage einer generationengerechten Vorsorge", betont Peter Schwark, Mitglied der GDV-Geschäftsführung und zuständig für Altersvorsorge und Zukunftssicherung. "Die Kapitaldeckung ist die einzige Möglichkeit, die Ansprüche künftiger Rentner vorzufinanzieren."
Ende 2016 bestanden 89,3 Millionen Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen, Pensionskassen und Pensionsfonds. Rentenversicherungen haben mit rund 40 Millionen Verträgen eine große Bedeutung. "Insgesamt leistet die Versicherungswirtschaft damit einen erheblichen Beitrag zur Verbreitung der ergänzenden Vorsorge", ergänzt Schwark.
Die Beitragseinnahmen der Lebensversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds blieben im Jahr 2016 auf sehr hohem Niveau in Höhe von 90,8 Mrd. Euro. Dazu haben die Einmalbeiträge mit 26,4 Mrd. Euro beigetragen. Der laufende Beitrag verringerte sich leicht um 0,3 Prozent. Die ausgezahlten Leistungen stiegen um 7,1 Prozent auf 88,9 Mrd. Euro. Tag für Tag zahlten die Lebensversicherer 2016 damit über 244 Mio. Euro an ihre Kunden aus.

Attraktiver Zweitmarkt

Im vergangenen Jahr ist das Stornovolumen von Lebensversicherungen erneut gesunken, im Vergleich zu 2015 um 5,3 Prozent. Mit 12,4 Mrd. Euro liegen die vorzeitigen Leistungen der Versicherer dennoch auf hohem Niveau. Policen Direkt, Marktführer im Zweitmarkt für Lebensversicherungen, sieht darin Auswirkungen des Niedrigzinsumfeldes, erklärt Gründer und Geschäftsführer Max Ahlers.
Der Zweitmarkt für Lebensversicherungen hat sein Ankaufsvolumen 2016 auf 275 Mio. Euro gesteigert. Das zeige die steigende Attraktivität des Zweitmarkts, auch wenn die Quote bislang mit 2,2 Prozent aller vorzeitig beendeten Policen immer noch stark ausbaufähig bleibe. "Die meisten Versicherten verschenken bei der Kündigung bares Geld", meint Ahlers. Denn der Verkauf einer Lebensversicherung ermögliche einen direkten und sicheren Mehrerlös von drei bis fünf Prozent im Vergleich zur Kündigung. Zudem bleibe dem Verkäufer ein beitragsfreier Rest-Todesfallschutz erhalten. (vwh/wo)
Bild: Geldbaum (Quelle: I-vista / www.pixelio.de /PIXELIO)
GDV · Lebensversicherer · Geldanlage · Policen Direkt
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