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Alle 30 Sekunden ein Leitungsleck

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Köln ist die Hauptstadt der Rohrbrüche. In keiner anderen Stadt platzen so häufig Rohre, lecken Armaturen oder laufen Heizboiler aus. Das geht aus Zahlen des GDV hervor. Die Auswertung zeigt aber auch ein geteiltes Deutschland.
Während mit Krefeld, Mannheim oder Karlsruhe weitere westdeutsche Städte überdurchschnittlich oft Wasserschäden verzeichnen, treten sie in Ostdeutschland flächendeckend wesentlich seltener auf. Am besten schneidet der brandenburgische Landkreis Elbe-Elster ab. Eine der Ursachen für das starke Gefälle ist das unterschiedliche Alter der Leitungssysteme in Ost und West. "In Ostdeutschland sind nach der Wiedervereinigung viele Gebäude saniert worden. Das ist ein Grund, warum die Schäden dort im Vergleich zum Westen seltener sind", berichtet Oliver Hauner, Leiter der Abteilung Sach- und Technische Versicherung beim GDV.

Die Verteilung der Schäden

Mangelnde Wartung

Auch die Wasserqualität könnte ein Faktor für häufige und teure Schäden sein. Viele Schäden wären vermeidbar, wenn die Wasserleitungen regelmäßig gewartet würden, so Hauner. Hausbesitzer müssten nach rund 30 Jahren ihr Rohrleitungssystem überprüfen, wenn nicht sogar bereits sanieren lassen. Doch viele Hausbesitzer schreckten wegen der hohen Kosten davor zurück.
Jährlich zählen die Gebäudeversicherer deutschlandweit rund 1,1 Millionen Leitungswasserschäden. Im Schnitt entsteht alle 30 Sekunden ein Leck. Die Kosten summierten sich 2015 auf 2,3 Mrd. Euro. Hinzu kamen 230 Mio. Euro Schäden in der Hausratversicherung. Zum Vergleich: 2005 betrugen die Leitungswasserschäden in der Gebäudeversicherung rund 1,6 Mrd. Euro. (vwh/wo)
Bild: Wasserleitung (Quelle: M. Großmann / PIXELIO / www.pixelio.de)
Grafikquelle: GDV
GDV · Hausratversicherung · Wohngebäudeversicherung · Leitungswasserschäden
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