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"Paul" kostet Provinzial und LVM rund 30 Mio. Euro

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Sturmtief "Paul" hat vor einer guten Woche nicht für massive Behinderungen im Bahn- und Flugverkehr gesorgt, sondern auch erhebliche Schäden für die Versicherer verursacht. So rechnet die Westfälische Provinzial nun nach eigenen Angaben mit bis zu 15.000 Schäden und einem Gesamtschadenaufwand von bis zu 30 Mio. Euro. Besonders betroffen ist der Märkische Kreis mit rund Hälfte aller gemeldeten Schäden.
Nach Sparten betrachtet geht der öffentliche Versicherer nach jetzigem Stand in ganz Westfalen von bis zu 7.000 Kfz-Schäden aus, die in erster Linie durch Hagel verursacht wurden. Die Schadenssumme schätzt die Provinzial auf rund 13 Mio. Euro. Dazu kommen nach Unternehmensangaben rund 8.000 Schäden in der Sachsparte mit einer Schadenhöhe von rund 17 Mio. Euro. Hier entfallen zwei Drittel auf Hagelschäden, der Rest auf Sturm und Blitzeinschlag.
"Unsere Vertriebspartner in den Geschäftsstellen und Sparkassen sowie auch die Sachbearbeiter in der Direktion arbeiten mit Hochdruck an der Aufnahme und Regulierung der Schäden", betont Silke Liedtke, Hauptabteilungsleiterin Schaden bei der Westfälischen Provinzial. So nutzt der Versicherer zudem auch den 2014 angeschafften Hagelscanner.

LVM rechnet ebenfalls mit rund 30 Mio. Euro

In einer ähnlichen Größenordnung fallen nach derzeitigem Stand auch die Schadenaufwendungen für den LVM aus. Nach einer ersten Bilanz verzeichnet der Versicherer rund 3.500 Schäden in der Wohngebäude- und Hausratversicherung. Die Schadenssumme liegt nach Unternehmensangaben aktuell bei insgesamt fünf Mio. Euro. Allerdings rechnet der LVM mit einer endgültigen Schadenssumme in der Sachversicherung von etwa neun Mio. Euro.
Wesentlich härter trifft es nach LVM-Angaben hingegen die Kfz-Sparte. Demnach wurden nach Unternehmensangaben bundesweit bislang rund 7.500 Hagelschäden an Kraftfahrzeugen gemeldet. Nach aktuellem Stand sind vor allem der Märkische Kreis mit rund 2.700 Schäden, der Kreis Olpe (etwa 1.000 Schäden), der Oberbergische Kreis (450), Altenkirchen/Westerwald (400) und Hagen (250) betroffen. So rechnet der LVM mit über 10.000 Schadensmeldungen und einem endgültigen Schadenaufwand in der Kfz-Versicherung von etwa 20 Mio. Euro.
Bereits vor einigen Tagen bezifferte die Vereinigte Hagel die Schäden durch Sturmtief "Paul" auf mehrere Millionen Euro. Nach Angaben des Landwirtschaftsversicherers sei ein Gebiet von etwa 50.000 Hektar von den Unwettern betroffen. Besonders betroffen war nach Angaben des Landwirtschaftsversicherers ein Gebiet vom Alten Land über die Lüneburger Heide, Altmark und Magdeburger Börde bis in die Dahlener Heide zwischen Leipzig und Dresden. (vwh/td)
Bild: Hagelkörner nach Sturmtief "Paul" (Quelle: Provinzial)
Provinzial Nordwest · Sturmtief "Paul"
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