Unternehmen & Management

Hebammen sind weitere vier Jahre geschützt

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Für freiberufliche Hebammen ist der Haftpflichtversicherungsschutz bis zum 30. Juni 2021 gewährleistet. Ein sechs Versicherer umfassendes Konsortium hat dem Deutschen Hebammenverband (DHV) ein entsprechendes Fortführungsangebot unterbreitet. Der Hebammenverband stimmt dem Vertrag zu, sieht aber das Grundproblem nicht gelöst.
"Wir brauchen dringend einen Systemwechsel. Wir haben zwar weiterhin Versicherer und damit als Hebammen Planungssicherheit für mehrere Jahre. Das Grundproblem der steigenden Kosten bleibt jedoch", sagt Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands. Der DHV fordert eine nachhaltige politische Lösung durch einen Haftungsfonds mit einer Haftungshöchstgrenze. Alternativ wäre eine Absicherung des Haftungsrisikos in Anlehnung an das System der gesetzlichen Unfallversicherung denkbar, verkündet der DHV.
Die Versicherungskammer Bayern, die 55 Prozent an dem Versicherungskonsortium hält, ist mit ihrem Angebot zufrieden und betont den gesamtgesellschaftlichen Nutzen: "Wir gewährleisten langfristig die flächendeckende Versorgung einer Geburtshilfe sowie der Vor- und Nachsorge auch außerhalb der Ballungszentren beziehungsweise größeren Städten und werden unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht", sagt Barbara Schick, verantwortliches Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern.
Die Gruppenhaftpflicht steht den 19.000 Mitgliedern des Deutschen Hebammenverbandes zur. "Es freut mich, dass wir bereits frühzeitig eine sehr überzeugende Lösung entwickeln konnten, bei der alle beteiligten Seiten ihren Beitrag zum Gelingen leisten", ergänzt Schick.
Erhöhte Deckungssumme
Die Gesamtkosten bei schweren Geburtsschäden steigen seit Jahren massiv, daher wird die Deckungssumme für Personenschäden ab Juli 2017 von 6,0 auf 7,5 Mio. Euro sowie ab Mitte 2018 von 7,5 auf 10,0 Mio. Euro erhöht. Das Konsortium der Gruppenhaftpflichtversicherung des DHV besteht aus der Versicherungskammer Bayern als führender Versicherer sowie der R+V, der Allianz, der Debeka, der Ergo und der Württembergischen. Der zuständige Makler ist die Hevianna Versicherungsdienst GmbH. (vwh/mv)
Bild: Neugeborenes (Quelle: Christian v.R. / PIXELIO / www.pixelio.de)
VKB · Hebammen · Hebammenversicherung · Barbara Schick
Auch interessant
Zurück
04.04.2019VWheute
"Verbrau­cher­schutz nicht zum Nach­teil von Verbrau­chern" Während der Tagung des Deutschen Vereins für Versicherungswissenschaft konnte VWheute mit …
"Verbrau­cher­schutz nicht zum Nach­teil von Verbrau­chern"
Während der Tagung des Deutschen Vereins für Versicherungswissenschaft konnte VWheute mit Klaus-Jürgen Heitmann, Vorstandsprecher der Huk Coburg sprechen. Themen waren unter anderem Regulierung, Vermittler und DIN-Normen.
29.03.2019VWheute
Barbara Rupf Bee verstärkt Allianz Global Inves­tors Eine neue Chefin bei Allianz Global Investors (AGI). Nach übereinstimmenden Medienberichten …
Barbara Rupf Bee verstärkt Allianz Global Inves­tors
Eine neue Chefin bei Allianz Global Investors (AGI). Nach übereinstimmenden Medienberichten übernimmt die Managerin Barbara Rupf Bee ab dem 15. Mai dieses Jahres die Leitung des Europageschäfts des Allianz Unternehmens.
21.03.2019VWheute
Barbara Bolliger leitet künftig das Gene­ral­se­kre­ta­riat der Helvetia Barbara Bolliger übernimmt zum 1. Juli 2019 die Leitung des …
Barbara Bolliger leitet künftig das Gene­ral­se­kre­ta­riat der Helvetia
Barbara Bolliger übernimmt zum 1. Juli 2019 die Leitung des Generalsekretariats der Helvetia. Die 44-jährige Rechtsanwältin kommt von der Swissgrid AG, bei der sie seit 2009 das Generalsekretariat …
07.01.2019VWheute
PKV-Provi­si­ons­de­ckel wirkt – aber Bafin prüft weiter Der grüne Finanzexperte Gerhard Schick hat wie angekündigt den Deutschen Bundestag verlassen…
PKV-Provi­si­ons­de­ckel wirkt – aber Bafin prüft weiter
Der grüne Finanzexperte Gerhard Schick hat wie angekündigt den Deutschen Bundestag verlassen, um sich in der neuen "Bürgerbewegung Finanzwende" zu engagieren. Aber Schick blieb bis zuletzt engagiert, wie die jetzt …
Weiter